Kardinal Woelki ruft zu Frieden und Teilnahme an Heiliger Woche auf

"Wir werden mit ihm siegen"

Kardinal Woelki hat am Palmsonntag zu Frieden in einer Welt voller Kriege aufgerufen. Er betonte, dass Jesu Opfer am Kreuz Hoffnung schenke, und rief dazu auf, im Vertrauen auf Gott seinen Weg in der Heiligen Woche zu begleiten.

Pontifikalamt mit Kardinal Woelki an Palmsonntag im Kölner Dom / © Nicolas Ottersbach (DR)
Pontifikalamt mit Kardinal Woelki an Palmsonntag im Kölner Dom / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat in seiner Predigt im Pontifikalamt an Palmsonntag im Kölner Dom die aktuellen weltweiten Konflikte in den Mittelpunkt gerückt und deutlich gemacht, dass die Gewalt in Kriegen und die Vertreibung von Millionen Menschen nicht nur Zahlen in den Nachrichten seien, sondern reale Schicksale von Männern, Frauen und Kindern. 

Er erinnerte daran, dass diese Wunden tief in den Herzen der Betroffenen sowie im Gewissen der Menschheit spürbar bleiben. Zugleich zog er eine Parallele zum Einzug Jesu in Jerusalem, den er als Beginn eines ganz besonderen Kampfes beschrieb. Es handele sich nicht um einen Krieg mit Waffen, sondern um den Kampf gegen das Böse und den Verderber der Menschen. "Heute zieht Jesus in Jerusalem ein. Er tut dies, weil er gekommen ist, um auch einen Kampf zu kämpfen", betonte Woelki.

Der Kardinal erläuterte, dass dieser Kampf Jesu vom Ölgarten im Kidrontal bis nach Golgotha und ans Kreuz führe. Am Ende stehe der Sieg des Herrn, der durch sein Opfer Frieden stifte – zwischen Gott und den Menschen, aber auch untereinander. Woelki machte deutlich, dass dieser Friede nur dann wirksam werden könne, wenn die Menschen die Friedensordnung Jesu annehmen, die auf Gerechtigkeit, Güte, Barmherzigkeit und Verzeihen beruhe. "Dauerhaften Frieden, der in die Zukunft weist, gibt es nur auf der Grundlage der Friedensordnung, die Jesus uns mit seinem Kampf und Sieg am Kreuz geschenkt hat", sagte er.

Dabei wies er darauf hin, dass der Weg zu Frieden und Gerechtigkeit sowohl global als auch im Alltag herausfordernd bleibe. Die Menschheit folge oft nur halbherzig dem Herrn und lasse sich von Bosheit, Sünde und Ungerechtigkeit beeinflussen. Die Heilige Woche sei deshalb eine Einladung, Jesus auf seinem Leidensweg zu begleiten, sich mit ihm zu verbinden und im eigenen Herzen gegen das Böse anzutreten. Woelki betonte die persönliche Dimension dieses Weges: "Mit dem Einzug heute in seine Stadt Jerusalem sind wir eingeladen, dem Herrn auf seinen Weg hinauf nach Golgotha zu folgen und an seinem Kampf, an seinem Ringen, an seiner Angst und Not teilzunehmen."

Die Teilnahme an den Feierlichkeiten dieser Woche sei Ausdruck der Bereitschaft, dem Herrn treu nachzufolgen, ihn nicht allein zu lassen und mit ihm vereint zu bleiben. Wer sich auf diesen Weg einlasse, könne Anteil an Jesu Sieg und an seinem österlichen Frieden gewinnen. "Wenn wir mit ihm in seiner Not und in seinem Leid eins bleiben, werden wir mit ihm auch siegen und seines österlichen Friedens teilhaftig werden", schloss Woelki seine Predigt.

Quelle:
DR

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