Kardinal Woelki feiert orthodoxe Vesper mit

"1000 Jahre Heribert von Köln"

Mit einer griechisch-orthodoxen Vesper unter römisch-katholischer Beteiligung wie der von Kardinal Woelki ist das Jubiläumsjahr "1000 Jahre Heribert von Köln" beendet worden. Es stand unter dem Leitwort "Gerechtigkeit.Macht.Frieden".

Autor/in:
Henning Schoon
Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon (Kirchenzeitung Koeln)
Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon ( Kirchenzeitung Koeln )

Es erinnerte an das Wirken des heiligen Heribert, der von 999 bis zu seinem Tod im Jahr 1021 Erzbischof von Köln war. Als einflussreiche Persönlichkeit im römisch-deutschen Kaiserreich mit diplomatischer Erfahrung trieb Heribert die Entwicklung seines Erzbistums sowie der Stadt Köln voran.

So baute er unter anderem die Armenfürsorge aus, entwickelte die Verwaltung seines Bistums und gründete die Abtei Deutz, in der er auch seine letzte Ruhestätte fand.

Feierlicher Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon (Kirchenzeitung Koeln)
Feierlicher Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon ( Kirchenzeitung Koeln )

An eben jener historischen Stelle, in der romanischen Kirche Alt St. Heribert am Deutzer Rheinufer, in der heute die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde "Entschlafen der Gottesgebärerin" beheimatet ist, erinnerte Kardinal Rainer Maria Woelki an die ökumenische Bedeutung Heriberts: Als Heiliger des vorigen Jahrtausends sei er ein Teil einer Kirchengemeinschaft gewesen, die vor dem sogenannten Großen Schisma im Jahr 1054 keine Trennung zwischen Ost- und Westkirche gekannt habe. Deswegen könne er ein Symbol sein "für eine versöhnte Einheit der Kirchen, für eine versöhnte Christenheit, für Versöhnung generell", so Woelki.

Der heutige Kölner Erzbischof wies darauf hin, dass Heriberts Haltung für Demut und Caritas stehe. In Zeiten von Hungersnöten habe er ein "hervorragendes Sozialsystem" entwickelt, um das Elend der Menschen zu lindern. Diese Botschaft sei heute - auch im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine - aktueller denn je: "Es gehört zu unserer christlichen DNA, für die Armen, Kranken und Schwachen da zu sein und zu jeder Zeit für sie zu sorgen", erklärte Woelki.

Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon (Kirchenzeitung Koeln)
Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon ( Kirchenzeitung Koeln )

Er dankte allen, die sich mit ihren Friedensbemühungen und in der Flüchtlingsfürsorge einsetzen. "Ich hoffe, dass wir das Andenken an Heribert weiter wachhalten. Mit seiner fürsorgenden Nächstenliebe kann Heribert von Köln ein hervorragendes Vorbild sein, das uns eint und zusammenbringt", sagte der Kardinal abschließend.

Dieser Aussage schloss sich auch der Kölner Stadtdechant, Mosignore Robert Kleine, der ebenfalls an der Vesper teilnahm, an. Heribert sei in seiner Zeit ein "Brückenbauer" gewesen. Dies sei auch in heutigen Tagen ein Vorbild für ein gutes ökumenisches Miteinander, das in Köln auch mit den orthodoxen Christinnen und Christen gelebt würde, sagte Kleine.

Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon (Kirchenzeitung Koeln)
Kardinal Woelki beim feierlichen Abschluss des Jubiläums "1000 Jahre Heribert von Köln" - Orthodoxe Vesper in ökumenischer Verbundenheit / © Henning Schoon ( Kirchenzeitung Koeln )

Geleitet wurde die Vesper von Ambrosius Koutsouridis, Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. In seinem Grußwort betonte dieser die geschwisterliche Verbundenheit zwischen den Kirchen. Er habe sich darüber gefreut, dass auch die griechisch-orthodoxe Gemeinde von Anfang an in die Planungen des Heribert-Jubiläumsjahres eingebunden worden sei.