Kanadier wird Gänswein-Nachfolger am Hof des Papstes

Stühlerücken im Vatikan

Papst Leo XIV. besetzt drei wichtige Stellen neu. Darunter ist auch der Nachfolger des unter Papst Franziskus in Ungnade gefallenen Georg Gänswein. Nach sechs Jahren gibt es somit wieder einen Präfekten des Päpstlichen Hauses.

Apostolischer Palast / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Apostolischer Palast / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Der kanadische Erzbischof Petar Rajic (66) wird neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses – und damit offizieller Nachfolger von Erzbischof Georg Gänswein (69). Die Ernennung durch Papst Leo XIV. teilte der Vatikan am Montag mit. Faktisch war der Posten seit Anfang 2020 unbesetzt. 

Erzbischof Petar Rajic (m.), Apostolischer Nuntius in Italien, zelebriert den Eröffnungsgottesdienst der Generalversammlung der Italienischen Bischofskonferenz (CEI) am 18. November 2025 in Assisi / © Cristian Gennari/Romano Siciliani (KNA)
Erzbischof Petar Rajic (m.), Apostolischer Nuntius in Italien, zelebriert den Eröffnungsgottesdienst der Generalversammlung der Italienischen Bischofskonferenz (CEI) am 18. November 2025 in Assisi / © Cristian Gennari/Romano Siciliani ( KNA )

Papst Franziskus hatte damals den bei ihm in Ungnade gefallenen Gänswein beurlaubt. Seitdem kümmerte sich der "Regent" Leonardo Sapienza (73) um die Abläufe im Päpstlichen Haus. Dort werden vatikanische Zeremonien und Audienzen sowie Reisen des Papstes innerhalb Italiens organisiert.

Der neue Präfekt Rajic ist ein erfahrener Vatikandiplomat. Zuletzt war er päpstlicher Nuntius für Italien und San Marino. Zuvor arbeitete er als Papstbotschafter im Baltikum; diese Stelle hat seit 2024 Gänswein inne. Weitere Stationen Rajics waren auf der Arabischen Halbinsel und in Afrika. 

Vatikanisches "Bäumchen wechsel-dich"

Die Ernennung des Kanadiers mit kroatischen Wurzeln war nicht die einzige des Tages. Papst Leo XIV. besetzte Rajics Stelle als Italien-Botschafter unverzüglich mit dem ebenfalls 66-jährigen Erzbischof Edgar Peña Parra nach. Er war bislang Substitut im Staatssekretariat, also die Nummer drei in der Vatikan-Hierarchie.

Peña Parras Posten wiederum übernimmt der italienische Erzbischof Paolo Rudelli (55); er war bislang Papstbotschafter in Kolumbien.

Quelle:
KNA