Joko und Klaas setzen sich für relevante Themen ein

"Leute, hört mal kurz zu"

Sie sind die zurzeit wohl erfolgreichsten Show-Moderatoren Deutschlands und auch bekannt für manchmal schrägen Humor. Doch immer wieder fallen Joko und Klaas auch durch besondere Aktionen zu ernsten Themen auf.

Joko und Klaas überließen drei Engagierten das Mikrofon / © Angelika Warmuth (dpa)
Joko und Klaas überließen drei Engagierten das Mikrofon / © Angelika Warmuth ( dpa )

Für die TV-Moderatoren Joko und Klaas ist ihr Einsatz für soziale und gesellschaftlich relevante Themen ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

"Weil sie Aufmerksamkeit brauchen"

"Weil sie Aufmerksamkeit brauchen und die können wir herstellen", sagte Klaas Heufer-Umlauf (40) am Wochenende im Interview der "Apotheken Umschau": "Wir können die Leute auf eine Weise da ranbringen, dass sie merken, was das eigentlich soll."

Mit ihren regelmäßigen Sondersendungen – etwa zum Pflegenotstand, zur Flüchtlingshilfe, zu Gewalt gegen Frauen oder zur Lage im Iran – und mit ihrer jüngsten Schatzsuche für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gehe es ihnen vor allem um Aufklärung, ergänzte Joko Winterscheidt (45): "Bei vielen Themen ist gesellschaftlich die Bereitschaft da zu helfen, aber es fehlt der Zugang zu der einen Information, warum man das machen sollte. Wir haben es aufgrund unserer medialen Präsenz leicht, diesen Zugang herzustellen, zu sagen: Leute, hört mal kurz zu."

Eine Art Verantwortung 

Sie spürten auch eine Art Verantwortung, sich zu engagieren, fügte Klaas hinzu. Anders als in den Sozialen Medien hätten sie zur Hauptsendezeit im linearen Fernsehen die Chance, auch Menschen mit wichtigen Botschaften zu erreichen, "die gar nicht damit rechnen, kontaktiert zu werden".

Zum Beispiel sei es auch so, "dass da einige orientierungslose 15-, 16-Jährige sitzen, die zum Beispiel politisch nicht rechts sein wollen, aber vielleicht niemanden kennen, der es nicht ist. Und die brauchen dann einen Freund, einen großen Bruder, der ihnen hilft. Das sind wir."

Ihr Engagement für eine Sache wie zum Beispiel die Organspende bedeute aber nicht, "dass wir da mit erhobenem Zeigefinger stehen", so Joko weiter: "Sondern dass wir sagen: Guckt mal, das gibt's. Wenn ihr das gut findet, bitte macht."

Erfolgreichste Moderatoren im deutschen Fernsehen

Joko und Klaas gehören zu den aktuell erfolgreichsten Moderatoren im deutschen Fernsehen. Bekannt sind sie unter anderem durch Shows wie "Joko & Klaas gegen ProSieben" oder "Das Duell um die Welt". Klaas ist zudem Gast in der aktuellen Staffel von Jokos Sendung "Wer stiehlt mir die Show?", die noch bis zum 17. März sonntags auf ProSieben läuft. Darüber hinaus sind beide erfolgreich mit eigenen
Podcasts wie "Baywatch Berlin" (Klaas) und "Sunset Club" (Joko).

Joko nannte es im Interview einen "Ritterschlag, wenn man von der 'Apotheken Umschau' ernst genommen wird. Jeder, der in die Apotheke geht, kann uns mitnehmen. So leicht war es nicht mal zu unseren wildesten Zeiten."

Hilfe für Opfer von Gewalt

Gewalt beginnt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online. Betroffen von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind vor allem Frauen, aber auch Männer.

Am Stephansdom in Wien (Österreich) ist am 13. Dezember 2022 ein großes Plakat des Künstlers Gottfried Helnwein angebracht gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mit der Aufschrift "My Sister" (dt. meine Schwester) und dem Jesuszitat aus dem Matthäus-Evangelium "Was ihr für meine geringsten Schwestern und Brüder getan habt, habt ihr mir getan". / © Andreas Gutenbrunner (KNA)
Am Stephansdom in Wien (Österreich) ist am 13. Dezember 2022 ein großes Plakat des Künstlers Gottfried Helnwein angebracht gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mit der Aufschrift "My Sister" (dt. meine Schwester) und dem Jesuszitat aus dem Matthäus-Evangelium "Was ihr für meine geringsten Schwestern und Brüder getan habt, habt ihr mir getan". / © Andreas Gutenbrunner ( KNA )
Quelle:
KNA