An diesem Freitag beginnt das islamische Fest des Fastenbrechens, arabisch Eid al-Fitr. Muslime auf der ganzen Welt feiern damit das Ende des Fastenmonats Ramadan. 30 Tage lang verzichteten sie zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang unter anderem auf Essen und Trinken. Das dreitägige Eid al-Fitr ist nach dem Opferfest während der Wallfahrt nach Mekka das zweithöchste Fest des Islams. Wegen der Süßigkeiten, die neben anderen Präsenten vor allem an Kinder verschenkt werden, wird es auch Zuckerfest genannt.
Die Vorbereitungen für Eid al-Fitr beginnen bereits in den letzten Ramadan-Tagen: Wohnungen werden gereinigt, Süßwaren und Lebensmittel eingekauft, und neue Kleidung wird besorgt. Am Morgen des ersten Festtages versammeln sich Gläubige nach einer rituellen Ganzkörperwaschung in ihren schönsten Gewändern zu einem gemeinsamen Gebet in Moscheen oder auf offenen Plätzen. Im Anschluss besuchen Familien und Freunde einander, tauschen Geschenke aus und genießen festliche Mahlzeiten.
Besonders wichtig ist die Almosenabgabe (Zakat al-Fitr), die sicherstellt, dass auch Bedürftige am Fest teilhaben können. Das Fest steht für den Übergang von einer Zeit der Selbstdisziplin und Besinnung zu einer Phase der Dankbarkeit, Freude und Gemeinschaft.
Eid al-Fitr verbindet Muslime weltweit - unabhängig von kulturellen oder regionalen Unterschieden. Während die Feierlichkeiten je nach Land und Tradition variieren, bleibt der Kern stets derselbe: ein Fest der Begegnung, des Gebens und des gemeinsamen Feierns. In vielen Ländern, wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, werden die Feiertage sogar verlängert, um die Bedeutung des Festes zu unterstreichen.
Für die Gläubigen ist es eine Zeit, um spirituelle Erneuerung zu erleben und die Gemeinschaft mit Familie und Freunden zu stärken. Musliminnen und Muslime wünschen sich dazu "Eid mubarak" ("Gesegnetes Fest") oder auf Türkisch "Bayraminiz mübarek olsun" ("Ich wünsche dir ein gesegnetes Fest").