Trierer Museum am Dom mit neuem Heizsystem für Klimaschutz

"Investition in die Zukunft"

Das Bistum Trier investiert in den Klimaschutz: Als erstes großes Museum in Deutschland wird das Museum am Dom mit Pellets anstatt mit Erdgas beheizt. Durch die Umstellung auf das neue Heizsystem könnten pro Jahr 77 Tonnen CO2 gespart werden.

Blick auf den Trierer Dom / © Ruslan Kalnitsky (shutterstock)
Blick auf den Trierer Dom / © Ruslan Kalnitsky ( shutterstock )

Das entspreche etwa 20 Einfamilienhäusern mit Erdgas-Heizungen, teilte das Bistum am Montag in einer digitalen Pressekonferenz mit. Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg betonte, die Umstellung leiste einen Beitrag zum Erhalt der Schöpfung. "Es ist eine Investition in die Zukunft, nicht nur für uns, sondern auch für zukünftige Generationen."

Gemeinsame Finanzierung von Bund und Land

Die Gasheizung des Museums war den Angaben zufolge etwa 35 Jahre alt und musste modernisiert werden. Sie wurde durch eine Gas-Hybrid-Heizung mit zwei Pellet-Kesseln ersetzt. Der Umbau kostete 530.000 Euro, von denen die Hälfte der Bund und das Land Rheinland-Pfalz übernahmen.

Die Holzpellets bezieht das Museum von einer Firma aus der Region. So sollen Transportkosten und CO2-Verbrauch rund um die Heizung möglichst gering gehalten werden. Basis für die Umrüstung ist ein Energiekonzept, das vor zwei Jahren im Auftrag des Bistums erstellt worden war.

Pellets gelten als Abfallprodukt

Holz statt Öl oder Gas zu verbrennen, schone das Klima, weil nur die Menge CO2 freigesetzt werde, die das Holz binde, so das Bistum. Nach Worten der Klimaschutzmanagerin des Bistums, Charlotte Kleinwächter, gelten Pellets als nachhaltig, weil sie als Abfallprodukt in Sägewerken entstehen und ohnehin CO2 freisetzen würden - wenn sie verbrannt werden und wenn sie verrotten.

Nicht nur Transportwege beachten

Museumsdirektor Markus Groß-Morgen betonte: "Das Museum sieht sich den klimapolitischen Zielen des Bistums Trier verpflichtet und war daher gerne bereit, eine Lösung mitzutragen, die eine Reduktion des CO2-Ausstoßes zum Ziel hat." Mit Blick auf Klimaschutz würden oft Transportwege von Kunstwerken zu Ausstellungen in den Blick genommen.

Aber auch die Heizung sei ein wichtiger Punkt. Das Museum verfügt demnach über eine Fläche von 4.170 Quadratmetern und einen umbauten Raum von 24.500 Kubikmetern. Der Ausstellungsbereich müsse konstant auf 22 Grad Celsius geheizt werden und eine Luftfeuchtigkeit von 50 Prozent haben.

Quelle:
KNA
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