Kevelaer, Altötting und andere: Mit dem Mai startet in vielen deutschen Wallfahrtsorten die Saison. Dann machen sich Gruppen von Menschen auf den Weg, um gemeinsam an einen religiös bedeutsamen Ort zu pilgern. Die Pilgerorte haben sich auf die Bedürfnisse und Herkünfte ihrer Gäste eingestellt.
Erstkommunionkinder pilgern gemeinsam ins baden-württembergische Walldürn, ebenso Familien, Heimatvertriebene oder Kranke. Kevelaer am Niederrhein lädt Tamilen ein sowie Pilger der polnischen Mission und Gäste aus den nahen Niederlanden. Die einen kommen ganz traditionell zu Fuß, andere mit dem Motorrad, Fahrrad, Oldtimer, Trecker oder Rutschauto; oder auch mit Pferd und Kutsche.
An Christi Himmelfahrt (14. Mai) haben Interessierte im münsterländischen Telgte letztmals die Gelegenheit, an der traditionellen Kutschenwallfahrt teilzunehmen. "Wir wollen lieber einen bewussten Schlusspunkt setzen, als darauf zu warten, dass es irgendwann nicht mehr geht", erklärt Rektor Michael Langenfeld im Internetportal der Wallfahrt die Entscheidung zur Einstellung der alten Tradition.