Die Bad Tölzer "Stiegenkirche" wird nach drei Jahren Sanierung am 22. Februar wiedereröffnet. Den Festgottesdienst feiert der Münchner Kardinal Reinhard Marx.
Prunkstück auf dem Tölzer Kalvarienberg
Die Kirche gilt als Prunkstück des Ensembles auf dem Tölzer Kalvarienberg und ist damit Teil einer der größten und bedeutendsten Anlagen dieser Art in Süddeutschland. Die Kosten der Renovierung beziffert die Münchner Bistumsverwaltung mit 2,5 Millionen Euro.
Zu der Anlage auf einem Bergrücken oberhalb des Kurortes zählen drei Kirchen. Die knapp 300 Jahre alte "Heilige Stiege" beherbergt eine Nachbildung der Heiligen Treppe bei der Lateranbasilika in Rom. Während der Sanierung wurden rund 100 Figuren, Gemälde, Krippenkästen und Miniaturszenen wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückversetzt.
Nockherberg und sakrales Theater
Die Sammlung auf dem Tölzer Kalvarienberg geht großteils auf die Stiftung Friedrich Nockhers (1669-1754) zurück. Nach dem Stammsitz seiner Familie ist der Münchner Nockherberg benannt.
Mit den Objekten wird in der Stiegenkirche entlang dem liturgischen Kalender immer wieder neu eine Art sakrales Theater arrangiert, das der Andacht der Besucher dienen soll.