Heilige Messe vom Letzten Abendmahl

"Dies ist mein Gebot"

DOMRADIO.DE überträgt die Heilige Messe vom Letzten Abendmahl aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Das Vokalensemble Kölner Dom singt unter der Leitung von Alexander Niehues. An der Orgel ist Matthias Wand.

Rainer Maria Woelki predigt bei der Messe vom Letzten Abendmahl an Gründonnerstag / © Nicolas Ottersbach (DR)
Rainer Maria Woelki predigt bei der Messe vom Letzten Abendmahl an Gründonnerstag / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Der Chor singt Werke u. a. von Morten Lauridsen und Josef Gabriel Rheinberger. Die Messe vom Letzten Abendmahl vergegenwärtigt besonders die letzte Zusammenkunft von Jesus zum Mahl mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung und der Hinrichtung am Kreuz. Ein besonderes Element des Gottesdienstes ist die Fußwaschung durch den Bischof in Erinnerung an Jesus, der seinen Jüngern seinerzeit die Füße als besonderes Zeichen wusch. 

Am Abend des Gründonnerstags ist in der Liturgie auch sonst vieles anders als sonst. Denn an diesem Abend beginnen die drei Tage des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Christi – ein einziger, großer Gottesdienst, der an diesem Abend beginnt und erst mit dem österlichen Segen am Ende der Osternacht abgeschlossen ist.

Fußwaschung an Gründonnerstag (KNA)
Fußwaschung an Gründonnerstag / ( KNA )

Diese Einheit zeigt: alle Elemente gehören zusammen. Kein Ostern ohne letztes Abendmahl und ohne Kreuzigung. Nachdem das Gloria die gesamte Fastenzeit hindurch entfallen ist, wird es zudem am Gründonnerstag besonders festlich unter Glockengeläut gesungen – danach schweigen die Orgel und die Glocken als Zeichen der Trauer bis zum Gloria der Osternacht.

"Das ist heute"

Die Bedeutung des letzten Abendmahls in der Feier des Gründonnerstags verdeutlicht einen Einschub, der nur einmal im Jahr, eben in dieser Feier vorgelesen wird. "In der Nacht, in der er ausgeliefert wurde - das ist heute", heißt es da.

"Heute" - obwohl all diese Ereignisse schon gut 2000 Jahre her sind? In jeder Eucharistiefeier steckt die Vorstellung der Vergegenwärtigung des letzten Abendmahles – Gegenwart, kein einfaches "Nachspielen". Das gilt besonders für den Gründonnerstag: dem letzten Abendmahl – als sogenannte "Einsetzung der Eucharistie" – wird an diesem Abend besonders gedacht.

Dieses eingeholte "Heute" setzt sich am Ende der Feier fort: der Altar wird abgedeckt, der Tabernakel bleibt leer, die Feier endet nicht mit dem Schlusssegen, sondern klingt mit Gebeten aus – auch dies ist ein Zeichen der Trauer und soll außerdem an die Nachtwache der Jünger im Garten Getsemani erinnern. Die Liturgie dieser Tage folgt also zeitlich den Geschehnissen der Passionserzählungen.

Quelle:
DR , KNA

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