Papst nimmt in der Generalaudienz Telefonanruf entgegen

"Hallo, hier ist Franziskus"

Ungewöhnlicher Moment bei der Papstaudienz an diesem Mittwoch: Anstelle zu den tausenden anwesenden Gläubigen in der Audienzhalle zu sprechen, nahm Franziskus spontan ein Handy-Gespräch an. Worum es ging, ist unbekannt.

Papst Franziskus nimmt Telefonanruf entgegen / © Riccardo de Luca (dpa)
Papst Franziskus nimmt Telefonanruf entgegen / © Riccardo de Luca ( dpa )

Eigentlich ist es ein besonderer Moment für Franziskus, wenn er mit echten Menschen zu tun hat. Monatelang hat er wegen des Lockdowns und der Sommerpause auf seine wöchentliche Generalaudienz verzichten müssen. Einer von wenigen Momenten in jeder Woche, wo er vielen Menschen von Angesicht zu Angesicht begegnet, ist die große Audienz jeden Mittwochmorgen. Dieses Mal hat er die anwesenden Gäste in der Audienzhalle "Paolo VI" allerdings warten lassen – wenn auch nur ein paar Minuten.

Nach dem apostolischen Segen, gegen Ende der knapp einstündigen Audienz, trat auf einmal einer seiner Assistenten an den Heiligen Vater heran und wechselte ein paar Worte mit Franziskus. Auf einem Video, das auf Twitter kursiert, ist dann zu sehen, wie dem Papst ein Handy überreicht wird, und er es ans Ohr hält.

Gesprächsinhalt ist nicht bekannt

Etwa zwei Minuten dauert das Telefongespräch vor der Menschenmenge, bis Franziskus den Pilgern im Saal mit einer Handbewegung verdeutlicht, dass er kurz den Raum verlassen muss, aber gleich wieder da sein wird. Franziskus verschwindet in einem Nebenraum, kehrt aber schnell zurück um sich wieder den Gästen der Generalaudienz zuzuwenden.

Worum es in dem Telefonat ging, oder wer am anderen Ende der Leitung war, ist bis jetzt nicht bekannt. In den Sozialen Medien wird über den Moment am Mittwoch allerdings mit einem Augenzwinkern spekuliert: "Der Himmel kann vielleicht warten, aber anscheinend nicht dieser Anrufer" ist da zu lesen, oder "Wir haben nach 500 Jahren endlich Martin Luther gefunden."

Renardo Schlegelmilch


Vatikanische Audienzhalle / © Osservatore Romano (KNA)
Vatikanische Audienzhalle / © Osservatore Romano ( KNA )
Quelle:
DR