Ethikratsvorsitzende begrüßt Stiko-Impfempfehlung für alle ab zwölf

Gut für das Schulleben

Die Vorsitzende des deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat die Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren begrüßt. Mit erneuten Schulschließungen in großem Umfang rechnet sie nicht.

Ein Kind wird geimpft / © Tatevosian Yana (shutterstock)
Ein Kind wird geimpft / © Tatevosian Yana ( shutterstock )

Es werde darum gehen, dass das Schulleben gut funktioniere, obwohl sich die Pandemie jetzt vor allem in den ungeimpften Gruppen verbreite, sagte Buyx am Mittwochabend in der Sendung "RTL Direkt". "Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass für die Zwölf- bis 17-Jährigen jetzt diese umfassende Empfehlung der Ständigen Impfkommission gekommen ist."

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut hatte die Impfempfehlung für alle Zwölf- bis 17-Jährigen am Montag ausgesprochen. Die Gesundheitsministerkonferenz hatte bereits am 2. August den Weg für ein flächendeckendes Angebot an Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche ab zwölf geebnet.

Seit Juni können diese zwar grundsätzlich gegen das Coronavirus geimpft werden. Dazu gab es bislang aber keine allgemeine Empfehlung der Stiko. Das hatte viele Eltern verunsichert.

Buyx rechnet nicht mit erneuten Schulschließungen

Buyx sagte, dass es für noch jüngere Kinder bislang keine Impfempfehlung gebe, sei für die Grundschulen ein Problem. Das US-Pharmaunternehmen Moderna habe seine Studie für die Impfung von jüngeren Kindern zwar ausgeweitet. "Aber ich glaube nicht, dass wir das in Deutschland vor dem späten Herbst oder Winter sehen werden", sagte sie.

Mit erneuten Schulschließungen in großem Umfang rechne sie trotz steigender Corona-Infektionen nicht, erklärte die Ethikratsvorsitzende: "Ich gehe davon aus, dass wir mit solchen pauschalen Lockdowns wenig zu tun haben werden."

Alena Buyx / © Bernd von Jutrczenka (dpa)
Alena Buyx / © Bernd von Jutrczenka ( dpa )
Quelle:
epd