Papst ruft zu Deeskalation in Paraguay auf

"Gewalt ist immer selbstzerstörerisch"

Papst Franziskus hat sich besorgt über die von Polizeigewalt begleiteten Proteste in Paraguay geäußert. In einer Videoansprache im Vatikan rief das Kirchenoberhaupt alle beteiligten Seiten zu einem "aufrichtigen Dialog" auf.

Videobotschaft von Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Videobotschaft von Papst Franziskus / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Es gelte, "angemessene Lösungen für die aktuellen Probleme" in dem lateinamerikanischen Land zu finden. "Gewalt ist immer selbstzerstörerisch. Damit gewinnt man nichts, sondern verliert viel, und manchmal alles", mahnte der Papst.

Anhaltende Demonstrationen und eine Regierungskrise

Die Belastung des Gesundheitssystems durch steigende Corona-Infektionszahlen löste in Paraguay seit über einer Woche anhaltende Demonstrationen und eine Regierungskrise aus. Die Opposition verlangte eine Amtsenthebung von Präsident Mario Abdo Benitez. Der Staats- und Regierungschef tauschte bereits Kabinettsmitglieder und hohe Beamte aus. Zunächst friedliche Kundgebungen eskalierten wiederholt in Gewalt. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Gummigeschosse ein.

Bewaffnete Männer in Asuncion, Paraguay / © g-foto (shutterstock)
Bewaffnete Männer in Asuncion, Paraguay / © g-foto ( shutterstock )
Quelle:
KNA
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