Patriarch zeigt sich vor Papstbesuch wegen Terror im Irak besorgt

Geplant wird trotzdem

Im März will Papst Franziskus den Irak besuchen. Sorgen bereitet dem chaldäischen Patriarch Kardinal Louis Raphael I. Sako vorab die Bedrohung durch den islamistischen Terror im Land. Die Planungen zur Papstreise schreiten dennoch voran.

Kinder auf dem Schulweg in Mossul / © Paul Jeffrey/CNS photo (KNA)
Kinder auf dem Schulweg in Mossul / © Paul Jeffrey/CNS photo ( KNA )

Nach dem jüngsten Anschlag im Zentrum Bagdads vor rund einer Woche herrsche "große Traurigkeit", sagte er dem Portal "Vatican News" (Dienstag). Die 32 Todesopfer seien "arme Menschen" gewesen. "Diese Anschläge haben einen politischen Zweck. Sie sind eine Botschaft an die Regierung und auch an den neuen US-Präsidenten", so der Kardinal.

Obwohl im Irak seit Jahrzehnten "Chaos und Anarchie" herrschten, gebe es weiter Hoffnung auf Frieden. "Aber bis es so weit ist, brauchen wir Politiker guten Willens", betonte der Patriarch. All die verschiedenen Milizen müssten sich der Regierung unterordnen; nur dann sei Frieden möglich.

Vorbereitungen zum Papstbesuch in vollem Gang

Die Vorbereitungen auf den Papstbesuch Anfang März seien in vollem Gange, bestätigte Sako. Man gehe koordiniert und in Absprache mit der Regierung vor. Franziskus wolle den Menschen "Trost und Hoffnung" bringen, die dem Krisenland bisher verwehrt geblieben seien. "Alle im Irak warten auf dieses Treffen - auch die Muslime", versicherte Sako.

Der Vatikan hatte erst kürzlich seine Planungen für den Irak-Besuch des Papstes bestätigt. Das genaue Programm der Reise vom 5. bis 8. März ist noch nicht bekannt. Als vorgesehene Stationen wurden bislang Bagdad, Erbil, Mossul, Karakosch und Ur benannt.

Louis Raphael I. Sako / © N.N. (KiN)
Louis Raphael I. Sako / © N.N. ( KiN )
Papst Franziskus verlässt Flugzeug / © Paul Haring (KNA)
Papst Franziskus verlässt Flugzeug / © Paul Haring ( KNA )
Quelle:
KNA