Der zentrale Abschlussgottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen am 25. Januar wird erstmals von einer armenisch-apostolischen Gemeinde ausgerichtet. Der Gottesdienst findet in der Diözesankirche St. Sahak-St. Mesrop in Köln statt, wie die ACK am Freitag in Frankfurt am Main mitteilte. Mit der Wahl der Armenisch-Apostolischen Kirche wolle die ACK ein sichtbares Zeichen gelebter Ökumene und der Solidarität mit Christinnen und Christen aus einer der ältesten christlichen Traditionen weltweit setzen.
Die Predigt des Abschlussgottesdienstes hält der ACK-Vorsitzende Reverend Christopher Easthill. Bischof Serovpé Isakhanyan, Primas der Armenisch-Apostolischen Kirche in Deutschland, leitet den Gottesdienst, an dem auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, mitwirkt. Die musikalische Gestaltung übernimmt das armenische Geghard Vocal Ensemble.
Liturgische Texte aus Armenien
Die Gebetswoche im Januar begehen Christinnen und Christen aller Konfessionen den Angaben zufolge weltweit seit 1908. In diesem Jahr findet sie vom 18. bis zum 25. Januar statt und steht unter dem Motto "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung".
Der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen und der Ökumenische Rat der Kirchen verantworten die Gebetswoche gemeinsam, wobei in jedem Jahr eine ökumenische Gruppe aus einem anderen Land die Vorbereitung übernimmt.
In diesem Jahr stammen die liturgischen Texte der Gebetswoche den Angaben zufolge aus Armenien und nehmen die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der Region in den Blick. Dabei werde insbesondere auf die Vertreibungen der armenischen Bevölkerung aus Bergkarabach Bezug genommen, hieß es.