In der Grablege des Magdeburger Doms liegt wohl tatsächlich Kaiser Otto der Große. Neue DNA-Proben bestätigen, dass es sich bei den sterblichen Überresten aus dem Grabmal mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Gebeine Ottos I. (912-973) handelt, wie das Landesamt für Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt am Mittwoch in Halle mitteilte.
Zusammenfassend "stammen die sterblichen Überreste aus der Grablege Ottos des Großen also von einem großgewachsenen Mann, der im Alter von etwa 60 Jahren starb, der der mittelalterlichen Elite angehörte, sich häufig reitend fortbewegte und, so deuten es die verschiedenen Verletzungsspuren an, ein bewegtes Leben führte", so das Landesamt.
Grabmal wird konserviert
Die DNA-Untersuchungen fanden demnach im Rahmen eines umfangreichen Projektes zur Dokumentation und Konservierung des Grabmals statt. Wegen einer Sanierung des Steinsarkophags sind im vergangenen Jahr die Überreste freigelegt worden. Der Grabinhalt wurde in den vergangenen Monaten dokumentiert und zur Sicherung, Erhaltung und Untersuchung entnommen.
Otto I., auch Otto der Große genannt, war Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Er wurde 962 in Rom zum Kaiser gekrönt. 968 gründete er das Erzbistum Magdeburg. 973 starb er in Memleben.