Frauenbund sensibilisiert gegen spirituellen Missbrauch

Schutz vor spirituellem Missbrauch

Missbrauch in der Kirche kann nicht nur körperlich oder psychisch, sondern auch spirituell stattfinden. Darauf will der Katholische Deutsche Frauenbund mit einer Broschüre verstärkt aufmerksam machen.

Die Spiritualität muss vor Missbrauch geschützt werden, erklärt der Katholische Deutsche Frauenbund. / © Harald Oppitz (KNA)
Die Spiritualität muss vor Missbrauch geschützt werden, erklärt der Katholische Deutsche Frauenbund. / © Harald Oppitz ( KNA )

Die Broschüre wurde am Donnerstag in Köln veröffentlicht. Die Arbeitshilfe "Spirituelle Selbstbestimmung" solle für das Thema sensibilisieren und helfen, "die persönliche Spiritualität zu suchen, zu bilden und selbstbestimmt zu leben", erklärte KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. "Denn darin zeigen sich Würde, Freiheit und Gottebenbildlichkeit des Menschen."

Verletzung der spirituellen Selbstbestimmung

Spiritueller Missbrauch sei eine Verletzung der spirituellen Selbstbestimmung und könne überall dort stattfinden, wo Menschen ihre Spiritualität zum Ausdruck bringen, so auch in seelsorglichen Gesprächen, Pfarrgemeinden, Verbänden oder in Gemeinschaften. Dazu führe die Broschüre verschiedene Alarmsignale für spirituellen Missbrauch auf sowie gleichzeitig Anlässe und Gelegenheiten, spirituelle Selbstbestimmung zu fördern. Sie solle verdeutlichen, dass theologische Traditionen wie Gewissensfreiheit und Menschenrechte wichtige Ressourcen gegen Missbrauch sein könnten, hieß es.

Die Veröffentlichung erfolgt aus Anlass des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am Freitag (25. November).

Quelle:
KNA