Franziskus besucht Benedikt XVI. zu dessen 92. Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch Papst Benedikt!

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. feiert an diesem Dienstag seinen 92. Geburtstag. Diesmal wird sein Bruder, Georg Ratzinger, nicht in den Vatikan reisen. Trotz Karwoche wird gefeirt – und auch die Schweizergarde sorgt für ein Ständchen.

2016: Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. in der Kapelle des Klosters Mater Ecclesiae / © Osservatore Romano (KNA)
2016: Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. in der Kapelle des Klosters Mater Ecclesiae / © Osservatore Romano ( KNA )

Papst Franziskus hat seinem Vorgänger Benedikt XVI. bereits am Montagnachmittag den üblichen Osterbesuch abgestattet. Dabei habe er diesem gleichzeitig persönliche Glückwünsche zum bevorstehenden Geburtstag überbracht, teilte der Vatikan im Anschluss mit. Am Dienstag vollendet der emeritierte Papst (2005-2013) seinen 92. Geburtstag. Franziskus besuchte Benedikt XVI. in dessen Residenz im Kloster "Mater Ecclesiae" in den Vatikanischen Gärten.

Wie schon im vergangenen Jahr will Benedikt XVI. seinen Geburtstag mit einer Messe beginnen, Mittag- und Abendessen sollen trotz der Karwoche dem Anlass angemessen sein, sagte sein Privatsekretär Erzbischof Georg Gänswein der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Geburtstagsständchen von der Musikkapelle der Schweizergarde

Für ein Geburtstagsständchen werde die Musikkapelle der Schweizergarde sorgen. Der Bruder des früheren Papstes, Georg Ratzinger (95), war bis vor einer Woche zu Gast im Vatikan. Bei der Geburtstagsfeier ist er nicht anwesend. Zuvor hatte Georg Ratzinger seinen Bruder an Weihnachten besucht.

Joseph Ratzinger wurde am 16. April 1927 im bayerischen Marktl am Inn geboren. 2005 wurde er zum Nachfolger von Johannes Paul II. (1978-2005) gewählt. Am 28. Februar 2013 trat Benedikt XVI. als erster Papst der Neuzeit freiwillig zurück. Er begründete die Entscheidung mit seinen nachlassenden körperlichen und geistigen Kräften. Seither führt er ein zurückgezogenes Leben in einem umgebauten früheren Kloster in den vatikanischen Gärten.

Für Diskussionen sorgte in den vergangenen Tagen ein Text von Benedikt XVI., in dem er Gedanken zu Ursachen und Charakter der kirchlichen Missbrauchskrise formuliert. Der für das bayerische "Klerusblatt" gedachte Beitrag war vorab von mehreren Internetportalen auf Englisch, Deutsch und Italienisch verbreitet worden.

Quelle:
KNA