Pax Christi für Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz

Forderung nach Lieferkettengesetz

Die katholische Friedensbewegung Pax Christi hat die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz beim Abbau von und beim Handel mit Rohstoffen gefordert. Dabei bekräftigte Pax Christi die Forderung nach einem Lieferkettengesetz.

Ausbaufähig ist der faire Handel auch bei Bananen, Reis und Kaffee / © captainblueberry (shutterstock)
Ausbaufähig ist der faire Handel auch bei Bananen, Reis und Kaffee / © captainblueberry ( shutterstock )

"Unternehmerische Verantwortung muss entlang der gesamten Lieferkette gültig werden", sagte Jean Djamba, der Sprecher der Pax Christi-Kommission in Berlin.

Gemeinsam mit 40 weiteren Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen forderte Pax Christi eine "Rohstoffwende". Dazu gehöre "eine Senkung des absoluten Rohstoffverbrauchs auf ein nachhaltiges und global gerechtes Niveau". Durch eine Kreislaufwirtschaft sollten Rohstoffe eingespart werden.

Die Organisationen forderten einen Verzicht auf Tiefseebergbau und andere Risikotechnologien sowie eine Ausweitung der EU-Konfliktmineralien-Verordnung. Im Rahmen einer "global gerechten Handelspolitik" sollten auch die Rechte Betroffener und speziell indigener Völker geschützt und gestärkt werden.

Einsatz für "Wende in der Rohstoffpolitik"

"Gerade jetzt, wo infolge der Covid 19-Pandemie die Rohstoffpreise noch einmal kräftig gesunken sind, ist es wichtig die aufgezeigten Zusammenhänge zu sehen und eine Wende in der Rohstoffpolitik umzusetzen!", betont Djamba. Deutschland trage als rohstoffexportierendes Land eine besondere Verantwortung.

Aktuell gerieten in zahlreichen Rohstoff exportierenden Ländern des globalen Südens Arbeitnehmer vermehrt durch Lohnausfälle in Existenznot, betonte Djamba. Durch den Corona-Lockdown sei darüber hinaus noch weniger Geld in den Staatskassen für Gesundheit, Bildung und den Arbeitsmarkt vorhanden.

Quelle:
KNA