Papst warnt vor wachsender Gleichgültigkeit

Fehlgeleitete Globalisierung

Papst Franziskus warnt vor wachsender Gleichgültigkeit gegen andere durch die Globalisierung. Diese zeige sich deutlich in der Mittelmeerregion. Stattdessen brauche es ein gemeinsames Vorgehen der Anreinerstaaten für die Probleme dieses Meeres.

Migranten auf dem Mittelmeer / © Santi Palacios (dpa)
Migranten auf dem Mittelmeer / © Santi Palacios ( dpa )

"Politik und Diplomatie müssen sich selbst hinterfragen und alles tun, um zu verhindern, dass der Globalisierungsprozess zu einer Globalisierung der Gleichgültigkeit verkommt", schreibt das Kirchenoberhaupt in einer Nachricht an die Teilnehmer der Konferenz "Rome Med" am Freitag.

Desinteresse der Nachbarländer

Die Unabhängigkeit der einzelnen Staaten gerade in der Mittelmeerregion habe in den vergangenen Jahren ein Desinteresse an den Nachbarländern wachsen lassen, beklagt Franziskus. Es brauche aber ein gemeinsames und geteiltes Vorgehen der Anrainerstaaten und aller Länder für die Ressourcen, das Potenzial und die Probleme dieses Meeres.

Stabile Lösung gefordert

Das Migrationsphänomen zeige einmal mehr, dass alles miteinander verbunden sei, und "mahnt uns, dass eine stabile Lösung einen Ansatz erfordert, der die vielen damit verbundenen Aspekte berücksichtigt", so Franziskus weiter. - Der "Rome Med - Mediterranean Dialogue" (2. bis 4. Dezember) ist eine alljährliche hochrangige Konferenz zur Geopolitik des Mittelmeerraums.

Papst Franziskus zelebriert eine Heilige Messe im GSP-Stadion in Nikosia, Zypern / © Philippos Christou (dpa)
Papst Franziskus zelebriert eine Heilige Messe im GSP-Stadion in Nikosia, Zypern / © Philippos Christou ( dpa )
Quelle:
KNA