Papst für "gesunde Ungeduld" in der Ökumene

Einheit kommt im Unterwegssein

​Zum 25. Jahrestag der Ökumene-Enzyklika "Ut unum sint" hat Papst Franziskus den Katholiken das Lehrschreiben erneut ans Herz gelegt. Es sei schon viel getan worden, um teils jahrtausendealte Wunden zu heilen, so der Papst.

Hölzernes Kruzifix im Vordergrund - Papst Franziskus im Hintergrund / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Hölzernes Kruzifix im Vordergrund - Papst Franziskus im Hintergrund / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Franziskus teile die "gesunde Ungeduld" derer, die mehr Einsatz für die Kircheneinheit für möglich und geboten hielten, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Botschaft an seinen Ökumene-Beauftragten, Kardinal Kurt Koch.

Zugleich betonte der Papst, es seien bereits viele Schritte getan worden, um teils jahrtausendealte Wunden zu heilen. Die Einheit komme nicht "wie ein Wunder am Ende", sondern werde schon im Unterwegssein vom Geist gewirkt.

"Vademecum zur Ökumene" im Herbst

Die am 25. Mai 1995 von Johannes Paul II. (1978-2005) unterzeichnete Enzyklika unterstreiche, dass eine "legitime Verschiedenheit" in keiner Weise der Einheit der Kirche entgegenstehe, schrieb Franziskus.

Im Herbst solle ein "Vademecum zur Ökumene" veröffentlicht werden, das Bischöfen als "Leitfaden für die Ausübung ihrer ökumenischen Verantwortung" dienen solle. Der Dienst an der Einheit stelle einen wesentlichen Aspekt der Aufgabe eines Bischofs dar, so der Papst. Als weitere Initiative verwies er auf die neue Zeitschrift "Acta Oecumenica", die den Informationsdienst des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen ergänzt.

Quelle:
KNA