Die Fastenzeit muss nicht trist klingen

"Laetare Jerusalem"

Der "Laetare"-Sonntag an diesem Wochenende lenkt den Blick auf das bevorstehende Osterfest und betont vor allem die Vorfreude darauf. Die Psalmen in der Bibel drücken diese Gefühlslage besonders gekonnt aus.

Blick auf einen hebräischen Psalm von König David, der als Verfasser vieler Psalmen in der Bibel gilt / © ChameleonsEye (shutterstock)
Blick auf einen hebräischen Psalm von König David, der als Verfasser vieler Psalmen in der Bibel gilt / © ChameleonsEye ( shutterstock )

Das Buch der Psalmen im Alten Testament kennt jede Gefühlsregung des Menschen. Sei es Trauer, Wut, Verzweiflung oder eben Freude. Für die Karwoche als Abschluss der Fastenzeit passen besonders gut die Bußpsalmen, die das Thema Sünde, Verzweiflung und Reue thematisieren. Doch die Stimmunge am Sonntag Laetare ist eine andere, der vierte Fastensonntag wird so genannt. 

Blick in das Schott-Messbuch vom vierten Fastensonntag (DR)
Blick in das Schott-Messbuch vom vierten Fastensonntag / ( DR )

Der Grund dafür liegt im Eingangsgesang zur Messe, dem so genannten Introitus. Der beginnt mit den lateinischen Worten Laetare Jerusalem – Freue dich, Jerusalem. Die Fastenzeit ist für den Christen nicht nur eine Zeit der Umkehr und Buße, sondern auch der Freude am Handeln Gottes. 

Als Beispiele, wie fröhlich und hoffnungsvoll Komponisten die Psalmen vertont haben, erklingen in der Sendung "Musica" von 18 bis 19 Uhr am Sonntagabend Werke von Georg Friedrich Händel und Antonio Lotti. 

Fastenzeit

Die 40-tägige christliche Fastenzeit beginnt Aschermittwoch und endet am Gründonnerstag vor Ostern. Seit dem 5. Jahrhundert rückte während der Vorbereitung auf Ostern das Fasten in den Mittelpunkt. Da an Sonntagen nicht gefastet werden sollte und sie deshalb nicht als Fastentage gezählt werden, wurde der Beginn der Fastenzeit offenbar im sechsten oder siebten Jahrhundert vom sechsten Sonntag vor Ostern auf den vorhergehenden Mittwoch, den Aschermittwoch, vorverlegt.

Fastenzeit / © Tomasetti (DR)
Fastenzeit / © Tomasetti ( DR )
Quelle:
DR

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