Deutsche Teilnehmende für nächste Synoden-Phase benannt

Bätzing, Stetter-Karp, Söding und Gilles

Für die nächste Phase des weltweiten synodalen Prozesses der katholischen Kirche in Prag sind die Teilnehmenden aus Deutschland ausgewählt worden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, ist einer von ihnen.

Papst Franziskus eröffnet Weltsynode (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Papst Franziskus eröffnet Weltsynode (Archiv) / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )

Neben ihm sind die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, Zdk-Vize Thomas Söding und die Generalsekretärin der Deutschen Bischofskonferenz, Beate Gilles, ausgewählt worden. Das teilte die Bischofskonferenz am Dienstag in Bonn mit. Weitere zehn Personen, die in den nächsten Wochen benannt würden, könnten an der Konferenz digital teilnehmen.

Bischof Georg Bätzing / © Harald Oppitz (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Harald Oppitz ( KNA )

Papst Franziskus hatte den weltweiten Prozess mit einer Weltsynode ausgerufen, der sich in mehrere Phasen aufteilt. Für die sogenannte kontinentale europäische Vorbereitung kommen Vertreterinnen und Vertreter vom 5. bis 12. Februar 2023 in Prag zusammen. Aus jedem europäischen Land können den Angaben zufolge vier Personen vor Ort dabei sein.

Thomas Söding mit Irme Stetter-Karp, Präsidentin des ZdK beim 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart.  / © Julia Steinbrecht (KNA)
Thomas Söding mit Irme Stetter-Karp, Präsidentin des ZdK beim 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart. / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Bischofsversammlungen sollen Dokumente erstellen

Ende Oktober war im Vatikan ein Arbeitsdokument vorgestellt worden, auf dessen Grundlage die sieben kontinentalen Bischofsversammlungen - Afrika, Ozeanien, Asien, Naher Osten, Europa, Lateinamerika sowie USA/Kanada - bis März 2023 je ein eigenes Dokument erstellen sollen. Diese sieben Texte wiederum fließen in ein zweites Arbeitsdokument der Weltsynode ein, das im Juni nächsten Jahres erscheinen soll. Auf dessen Grundlage berät dann die Weltbischofs-Synode in Rom.

Beate Gilles / © Harald Oppitz (KNA)
Beate Gilles / © Harald Oppitz ( KNA )

Ursprünglich sollte die Synode abschließend im Herbst 2023 tagen. Doch hat der Papst überraschend erklärt, dass der Prozess um ein Jahr verlängert werde. So wollen die Bischöfe vom 4. bis 29. Oktober 2023 erstmals und im Oktober 2024 erneut über die Ergebnisse des weltweiten Konsultations- und Beratungsprozesses sprechen.

Weltsynode 2021-2024

Mit der Weltsynode hat Papst Franziskus in der katholischen Kirche etwas Neues geschaffen. Erstmals werden bei einer Synode Nicht-Bischöfe und Nicht-Priester im großen Umfang ein Stimmrecht haben, darunter auch Frauen.

Inhaltlich soll es vor allem um neue Wege der Mitwirkung der kirchlichen Basis bei wichtigen Entscheidungen in der katholischen Kirche gehen. Obwohl erstmals auch nicht geweihte Männer und Frauen ein Stimmrecht haben, handelt es sich kirchenrechtlich um eine Bischofssynode.

Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani (KNA)
Eröffnung der Weltsynode im Oktober 2021 / © Vatican Media/Romano Siciliani ( KNA )
Quelle:
KNA