Steinmeier dankt Mitarbeitern der Telefonseelsorge

In der Pandemie besonders wichtig

Ein Zeichen in der Krise: ​Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den rund 7.000 meist ehrenamtlichen Mitarbeitern der Telefonseelsorge für ihre Arbeit in der Corona-Pandemie gedankt. Häufiges Thema der Gespäche war die Einsamkeit.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Telefon / © Guido Bergmann/Bundesregierung (dpa)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Telefon / © Guido Bergmann/Bundesregierung ( dpa )

In der Pandemie, in der die Unsicherheit der Menschen noch größer geworden sei, sei diese Arbeit besonders wichtig geworden, sagte Steinmeier in einem am Montag veröffentlichten Videogespräch mit der Leiterin der Telefonseelsorge Würzburg/Main-Rhön, Ruth Belzner. Beide hatten im April 2020 schon einmal telefoniert.

Pandemie verdeutlicht Probleme

Belzner schilderte, dass sich in den Seelsorge-Gesprächen schon vor der Pandemie bestehende Problemlagen noch einmal deutlicher zeigten. Als Beispiele nannte sie psychische Erkrankungen, Ängste, fehlende Arbeit und schwierige Familienverhältnisse. Auch das Thema Einsamkeit werde spürbar häufiger angesprochen, im vergangenen Jahr sei es zuletzt in jedem vierten Gespräch darum gegangen.

Jüngere Menschen suchen Hilfe im Seelsorge-Chat

Im Seelsorge-Chat suchten zudem immer mehr jüngere Menschen unter 30 Jahren nach Hilfe und Entlastung, erzählte Belzner weiter. Viele fühlten sich durch die Pandemie in dysfunktionalen Familienstrukturen gefangen. Auch die Mitarbeiter der Telefonseelsorge seien gegenwärtig besonders belastet, erlebten aber auch Erfolge, wenn sie beispielsweise Menschen vom Suizid abhalten könnten.

Quelle:
KNA
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