Kloster Montserrat räumt Missbrauch ein

"Den Leidtragenden beistehen"

Ein Mönch des Benediktinerklosters Montserrat in Katalonien hat jahrzehntelang ungehindert Minderjährige missbraucht. Das räumte die Gemeinschaft in einem am Freitag veröffentlichten Untersuchungsbericht ein.

Symbolbild Missbrauch in der Kirche / © Clearviewstock (shutterstock)
Symbolbild Missbrauch in der Kirche / © Clearviewstock ( shutterstock )

"Andreu Soler war ein Sexualstraftäter und Päderast", heißt es ohne Umschweife in dem Schreiben. Der inzwischen verstorbene Ordensmann habe die Taten zwischen 1972 und 2000 als Leiter eine Jugendgruppe begangen.

Es hätte Anlässe gegeben, gegen den Täter vorzugehen

Soler habe aus sexuellem Missbrauch eine Art "Lebensweise" gemacht, ohne Reue oder Bereitschaft zur Umkehr, heißt es weiter in dem Bericht. Zwar könne man nicht mit Sicherheit sagen, ob die damaligen Leiter des Klosters die Taten vertuscht oder einfach in Unkenntnis gehandelt hätten.

Dennoch hätte es genügend Anlässe gegeben, um gegen den Täter vorzugehen; dies sei jedoch nicht geschehen.

Abt von Montserrat bittet Opfer um Vergebung

Der amtierende Abt von Montserrat, Josep Maria Soler, bat alle Opfer um Vergebung für die "schändlichen Missbrauchsfälle". Man wolle den Leidtragenden beistehen und alles tun, um künftig Missbrauch zu verhindern, versicherte er.

Quelle:
KNA
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