Für Franziska Hoppermann, Bundestagsabgeordnete aus Hamburg und CDU-Schatzmeisterin, fehlen in politischen Talkshows Kirchenvertreter. "Mein persönliches Empfinden aktuell ist, dass die kirchlichen Stimmen zu leise sind in den ethischen und gesamtgesellschaftlichen Fragen des Zusammenhalts", sagte die Politikerin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
"Ich bedauere es etwa sehr, dass kirchliche Vertreter in den politischen Talkshows eigentlich nicht mehr vorkommen. Vor einigen Jahren war das noch anders", so Hoppermann, die Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist.
Menschen suchen Orientierung
Der Fokus der katholischen Kirche sei sehr nach innen gerichtet – vom Missbrauch über den Reformprozess des Synodalen Wegs bis hin zu Priestermangel und Standortschließungen. "Manchmal habe ich den Eindruck, dass die katholische Perspektive auf ethische Lebensfragen dabei dann zu kurz kommt", sagte Hoppermann weiter.
Menschen suchten aber in diesen Fragen Orientierung. Und wenn die Kirche keine biete und die Hoffnungsbotschaft verloren gehe, wendeten sich die Menschen anderen Religionen oder Ersatzreligionen zu.