Genau ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Myanmar ruft Caritas international zu mehr humanitärer Hilfe auf. Wegen weltweiter Mittelkürzungen für Katastrophenhilfe sei in dem südostasiatischen Staat 2025 nur ein Bruchteil der eigentlich nötigen Hilfen angekommen, kritisierte Caritas international am Montag in Freiburg.
"Die Folgen sind gravierend: Auch ein Jahr nach dem Erdbeben sind 16 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, 12 Millionen leiden unter akutem Hunger", sagte die für die Caritas-Hilfen in Myanmar verantwortliche Projektleiterin Angela Gärtner.
Welt schaut auf Iran und Nahost
Das Hilfswerk befürchtet, dass mit dem Iran-Krieg humanitäre Krisen wie in Myanmar noch weiter aus dem Blick geraten. Bei dem Beben am 28. März 2025 starben dort rund 3.700 Menschen. In besonders betroffenen Regionen wurden 80 Prozent der Häuser zerstört. Zusätzlich wütet weiterhin ein Bürgerkrieg. Geschätzte 3,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Gewalt. Caritas setzt sich in Zusammenarbeit mit örtlichen kirchlichen Gruppen für Nothilfen, Wiederaufbau und medizinische Versorgung ein.