Die Renten müssen nach Ansicht von Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa über der Grundsicherung im Alter liegen. "Wer von niedrigem (Vollzeit-)Einkommen ein Leben lang Beiträge in die Rente gezahlt hat, muss eine Rentenleistung erhalten, die erkennbar höher liegt als die Grundsicherung im Alter", schreibt sie in einem Gastbeitrag für das Internetportal katholisch.de.
Auch müsse die Förderung privater Vermögensbildung zur Einkommenssicherung im Alter Bezieher kleiner Einkommen besonders bedenken. Es dürfe nicht verkannt werden, "dass der Spielraum für Vermögensbildung bei denen besonders klein ist, die nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge aus ihrem Einkommen gerade noch so viel übrigbehalten, wie zum Leben nötig", mahnt die Präsidentin des katholischen Wohlfahrtsverbandes.
Bericht der Rentenkommission zum Reformbedarf
Sie erwarte mit Spannung einen für Sommer angekündigten Bericht der Rentenkommission zum Reformbedarf, so Welskop-Deffaa weiter. Die Rente sei sehr stark von den Folgen der Demografie, vom Eintritt der sogenannten Boomer-Generation in die Rente, geprägt: "Die gesetzliche Rentenversicherung ist kein persönlicher Sparplan, aus dem wir im Alter Auszahlungen erfahren. Im Gegenteil, erwerbe ich mit meinen Beitragszahlungen im Umlageverfahren Anspruch auf einen Anteil an dem, was zukünftige Beitragszahler erwirtschaften werden."