Bundesweit erster Masterstudiengang "Diakonik" startet

Neue Wege in der Diakonenausbildung

Die Betheler Fachhochschule der Diakonie geht neue Wege in der Diakonenausbildung. Ein bundesweit erster Master-Studiengang soll im Herbst beginnen. Er ist auch nach einem Bachelor im sozialen oder pädagogischen Bereich möglich.

Symbolbild Studenten in einem Hörsaal / © Drazen Zigic (shutterstock)
Symbolbild Studenten in einem Hörsaal / © Drazen Zigic ( shutterstock )

Ein Master-Studiengang "Diakonik" soll zum Wintersemester 2026/2027 an der Betheler Fachhochschule der Diakonie (FHdD) angeboten werden. Gemeinsam mit den Gemeinschaften Nazareth in Bethel und Wittekindshof in Bad Oeynhausen wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, teilten die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel am Donnerstag in Bielefeld mit. Der Master-Studiengang "Diakonik - Interprofessionelle Leitung, organisationale Bildung, diakonische Profilentwicklung" sei bundesweit der erste.

Die Betheler Hochschule übernimmt die Diakonenausbildung, die Gemeinschaften Nazareth und Wittekindshof entwickelten mit dem Studienprogramm ihr Personal, hieß es. Alle drei Partner beteiligen sich an einer regelmäßigen Analyse der Bedingungen und Entwicklungen der Diakonenausbildung sowie der Weiterentwicklung des Studienprogramms.

Direktor: Leitungsaufgaben brauchen mehr Qualifikationen

Der berufsbegleitende Studiengang steht auch Absolventen verschiedener Bachelorabschlüsse im sozialen oder pädagogischen Bereich, wie Heilpädagogik, Erziehungswissenschaft, Pflege oder Hebammenwissenschaft, offen, wie es hieß. Bislang habe Diakonik nur in Kombination mit Sozialer Arbeit studiert werden können.

Leitungs-, Bildungs- und Reflexionsaufgaben von Diakoninnen und Diakonen benötigten zunehmend Qualifikationen auf Masterebene, sagte der Rektor der Fachhochschule, Markus Schmidt. Der bundesweit erste Master, über den die Diakonenausbildung absolviert werden kann, ist den Angaben nach auf fünf Semester angelegt. 25 Studierende können pro Jahrgang aufgenommen werden. Bei einem digitalen Info-Nachmittag am 6. Mai können sich Interessierte über das neue Angebot informieren. 

Quelle:
epd