Falscher Diakon sorgt bei Uni-Messe für Wirbel

Weder Weihe noch Gemeinschaft existierte

Ein ehemaliger Student hat sich bei einer Hochschulmesse im schweizerischen Freiburg unrechtmäßig als kirchlicher Amtsträger ausgegeben. Der Vorfall blieb zunächst unbemerkt, wurde jedoch durch Recherchen aufgedeckt.

Diakonstola / © Harald Oppitz (KNA)
Diakonstola / © Harald Oppitz ( KNA )

Ein falscher Diakon hat an der Universität im schweizerischen Freiburg für Aufsehen gesorgt: Ein ehemaliger Theologiestudent gab sich bei einer Abschlussmesse als Diakon aus und wirkte entsprechend am Gottesdienst mit. Wie das Portal kath.ch berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits im Mai 2023; erst jetzt machten Schweizer Medien ihn öffentlich.

Über den Vorfall

Der Mann hatte gegenüber den Verantwortlichen der katholisch-theologischen Fakultät angegeben, er sei Diakon. "Wenn jemand an der Fakultät als Student bekannt ist, darf man davon ausgehen, dass seine Angaben bezüglich seines kanonischen Status korrekt sind", zitiert das Portal einen Sprecher. Später wurden jedoch Zweifel laut. Auf Nachfrage habe der Student auf eine angebliche Weihe durch den Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, sowie auf eine Zugehörigkeit zu einer Ordensgemeinschaft verwiesen. Recherchen ergaben jedoch, dass weder die Weihe noch die Gemeinschaft existierten. Auch ein vorgelegtes "Weihedokument" entpuppte sich als Fälschung.

Die Universität leitete den Fall schließlich an die Strafverfolgungsbehörden weiter. Sie verurteilte den Mann wegen Betrugs und Ausweisfälschung.
 

Quelle:
KNA