Rücktritt von Bischof Huonder angenommen

Bürcher wird Apostolischer Administrator

Papst Franziskus hat den Rücktritt des Bischofs von Chur, Vitus Huonder, angenommen. Als Übergangsleiter des Bistums ernannte er den früheren Bischof von Reykjavik, Peter Bürcher, wie der Vatikan an diesem Montag mitteilte.

Bischof Vitus Huonder / © Julia Steinbrecht (KNA)
Bischof Vitus Huonder / © Julia Steinbrecht ( KNA )

Der gebürtige Westschweizer Bürcher leitet das Bistum Chur als sogenannter Apostolischer Administrator in direktem Auftrag des Papstes so lange, bis ein regulärer Bischof ernannt ist.

Vitus Huonder war seit 2007 Bischof von Chur. Sein Rücktritt war seit Ostern erwartet worden. Im April 2017 hatte Franziskus die Amtszeit des damals 75-Jährigen um zwei Jahre verlängert. Am 21. April hatte Huonder sein 77. Lebensjahr vollendet.

Früherer Bischof von Reykjavik

Pierre Bürcher war von 1994 bis 2007 Weihbischof im Bistum von Lausanne, Genf und Fribourg. Im Oktober 2007 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Bischof der isländischen Hauptstadt Reykjavik. Von diesem Amt trat er Anfang 2016 aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Seither war er Spiritual im Kloster der Dominikanerinnen in Schwyz, hielt sich aber auch öfter im Heiligen Land auf.

Bischof Huonder hatte zuletzt mit seinen Kontakten zur traditionalistischen Pius-Bruderschaft von sich reden gemacht. Nach Angaben des Bistums wollte Huonder nach Wangs im Kanton St. Gallen umziehen; dort unterhält die Bruderschaft eine Schule. Huonder beruft sich dafür laut Bistumssprecher Giuseppe Gracia auf einen Auftrag des früheren Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller.

Bischof Peter Bürcher im Gespräch mit einem Brautpaar / © Andrea Krogmann (KNA)
Bischof Peter Bürcher im Gespräch mit einem Brautpaar / © Andrea Krogmann ( KNA )
Quelle:
KNA