Das katholische Hilfswerk missio München verstärkt seine Nothilfe für die Opfer des Tropensturms "Gezani" im ostafrikanischen Inselstaat Madagaskar. Aus dem Katastrophenhilfefonds des Bistums Regensburg floss dazu nun eine Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro. Das teilte missio am Mittwoch mit.
Das Bistum Regensburg ist in diesem Jahr die ausrichtende Diözese der Feierlichkeiten zum Weltmissionsmonat mit dem Beispielland Madagaskar. Der Weltmissionsmonat ist die größte Solidaritätsaktion von Katholiken weltweit.
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sagte über den Tropensturm, der Madagaskar im Februar getroffen hat: "Zehntausende Familien befinden sich bis heute in einer dramatischen Lage. Sie haben kein sicheres Dach über dem Kopf, es fehlt an Nahrungsmitteln und wichtigen Medikamenten."
Das mache ihn sehr betroffen, ergänzte Voderholzer, der im April gemeinsam mit missio-Präsident Wolfgang Huber nach Madagaskar reisen will. Die Tour soll laut missio auch durch die besonders betroffene Region um die Hafenstadt Toamasina im Osten des Inselstaats führen.
Erste Hilfsmaßnahmen schon angelaufen
"Drei Viertel der Bewohner Madagaskars leben in extremer Armut", erklärte der missio-Präsident. Er fügte hinzu: "Die Folgen des Klimawandels treffen diese Menschen mit voller Härte. Wir dürfen sie in ihrem Leid nicht alleine lassen." Erste besonders betroffene Haushalte seien bereits mit Lebensmitteln und Hygienekits versorgt worden. Eine mobile Klinik habe die Arbeit aufgenommen, Schulmaterial werde verteilt. In einem zweiten Schritt sollen erste Häuser wieder bewohnbar gemacht werden, wie es weiter hieß.
Madagaskar ist laut Mitteilung 2026 Beispielland zum Weltmissionsmonat, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Im Oktober werden dabei demnach missio-Partner verschiedener Regionen der Insel in den Diözesen Bayerns und in Speyer unterwegs sein. Speyer gehört aus historischen Gründen zur Freisinger Bischofskonferenz, dem Zusammenschluss der katholischen bayerischen Bischöfe.