Mariannhiller Missionare haben neue Leitung

Ursprung in Trappistenkloster

Erst 2025 wurde die neue Mitteleuropäische Provinz der Mariannhiller Missionare gegründet. Bei der ersten Versammlung ist nun eine neue Leitung gewählt worden. Die Missionskongregation ist vor allem in afrikanischen Ländern tätig.

Mönchskutten an der Wand / © Oliver Berg (dpa)
Mönchskutten an der Wand / © Oliver Berg ( dpa )

Die Mariannhiller Missionare in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben für ihre mitteleuropäische Provinz eine neue Leitung gewählt. Diese besteht aus Christoph Eisentraut und seinem Stellvertreter Mario Muschik. Eisentraut hatte die Provinz bereits ein Jahr lang bis zum ersten Wahlkapitel geleitet. Zuvor war er Provinzial der deutschen Provinz; nun wurde er im Rahmen des ersten Provinzkapitels für die erste reguläre Amtszeit von drei Jahren gewählt. 

Die Mariannhiller Missionare (CMM) sind eine katholische Missionskongregation mit rund 450 Mitgliedern, die vor allem in Südafrika, Simbabwe, Sambia und Mosambik tätig sind. Ihren Ursprung haben sie im Trappistenkloster Mariannhill in Südafrika, das der aus Vorarlberg stammende Franz Pfanner (1825-1909) Ende des 19. Jahrhunderts gründete. 

Das Missionszentrum von Mariannhill im südafrikanischen Pinetown im November 1966 / © KNA-Bild (KNA)
Das Missionszentrum von Mariannhill im südafrikanischen Pinetown im November 1966 / © KNA-Bild ( KNA )

Der Apostolische Stuhl trennte das Kloster 1909 vom Trappistenorden und ebnete damit den Weg für die Umwandlung in eine neue, unabhängige Gemeinschaft. Heute sind sie in der Pfarr- und Wallfahrtsseelsorge, der Erwachsenenbildung und in der Kranken- und Altenpastoral tätig. Die neue mitteleuropäische Provinz wurde 2025 aus den bisherigen Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz gebildet. Derzeit hat sie 45 Mitglieder, von denen 15 aus verschiedenen afrikanischen Ländern stammen. Die Generalleitung des Ordens befindet sich in Rom. 

Beim Kapitel, das vom 2. bis 4. März in Maria Veen im Bistum Münster stattfand, wurden erste gemeinsame Schritte und Projekte beraten. 

Quelle:
KNA