Das Bistum Eichstätt erweitert und bündelt seine Angebote zum Thema sexualisierte Gewalt in der Kirche. So hat die Diözese nach eigenen Angaben vom Mittwoch eine zusätzliche unabhängige Ansprechperson für den Bereich sexualisierte Gewalt benannt: Die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Silke Bienert ergänzt demnach künftig das bestehende Beratungsangebot. Bienert sei zudem Diplom-Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt Familienhilfen.
Bienert sagte: "Ich glaube, dass es wichtig ist, die Wunden, die entstanden sind, nicht zu verdecken, sondern genau hinzuschauen – wenn die Betroffenen das wollen." Sie freue sich, dazu beitragen zu können.
Weiterhin stehen als unabhängige Ansprechpersonen Werner Merkle und Felizitas Schweitzer zur Verfügung, wie es hieß. Merkle ist Facharzt für Psychiatrie, Innere Medizin und Psychotherapie in Eichstätt, Schweitzer Bereichsleiterin Psychologie und weitere Dienste im Zentrum für Psychische Gesundheit in Ingolstadt. Mit der Erweiterung solle das unabhängige Beratungsangebot gestärkt und ausgebaut werden, so das Bistum.
Neues Faltblatt zu Hilfsangeboten
Ergänzend dazu hat das Bistum nach eigenen Angaben seine Hilfs- und Beratungsangebote für Ratsuchende im Kontext sexualisierter Gewalt in der Kirche in einem neuen Faltblatt zusammengefasst. Die Broschüre sei ab sofort online abrufbar und könne überdies von kirchlichen Einrichtungen über praevention@bistum-eichstaett.de bestellt werden. Neben internen Kontaktstellen seien darin auch unabhängige Stellen aufgeführt.
Das Bistum betonte, dass Betroffene sexualisierter Gewalt sowie Personen, die entsprechende Vorfälle wahrgenommen haben, umfassende Unterstützung und Beratung erhalten könnten. Das neue Faltblatt diene dabei Betroffenen sowie ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden als Wegweiser, um schnell den passenden Kontakt zu finden.