Bischofskonferenz stimmt geplanter Synodalkonferenz zu

Neues Gremium mit Bischöfen und Laien

Katholikinnen und Katholiken sollen stärker an der Leitung ihrer Kirche beteiligt werden. Das ist ein Ziel der geplanten Synodalkonferenz. Die Bischöfe geben dafür grünes Licht, aber das letzte Wort steht noch aus.

Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (dpa)
Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz / ( dpa )

Die Bischöfe in Deutschland bleiben auf Reformkurs. Sie stimmten am Dienstag bei ihrer Vollversammlung in Würzburg der Satzung der geplanten Synodalkonferenz zu. In diesem neuen Gremium sollen Bischöfe und Laien auf Bundesebene gemeinsam über wichtige Zukunftsfragen beraten und Beschlüsse fassen. 

Bereits im vergangenen November hatte die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der Satzung zugestimmt. Jetzt ist der Vatikan am Zug. Auch er muss den Plan absegnen, bevor es losgehen kann. In einem nächsten Schritt werde die Satzung zur sogenannten Recognitio an den Heiligen Stuhl gesandt, teilte die Bischofskonferenz mit. 

Synodaler Weg umstritten 

Die geplante Synodalkonferenz ist ein Ergebnis des Reformprojekts Synodaler Weg, bei dem es etwa um innerkirchliche Gewaltenteilung, eine neue Sexualmoral und um Weiheämter für Frauen geht. Die Bischofskonferenz war beim Umgang mit diesem Projekt in den vergangenen Jahren gespalten. 

Vier konservative Bischöfe hatten sich daraus zurückgezogen. In der Kirchenleitung in Rom gab es ebenfalls starke Bedenken. Der Vatikan mahnte, dass die Entscheidungsbefugnis jedes einzelnen Bischofs für sein Bistum nicht aufgehoben werden dürfe.

Synodalkonferenz

Die Synodalkonferenz ist ein neues nationales Gremium der katholischen Kirche in Deutschland. Geplant ist, dass diesem Gremium die 27 Ortsbischöfe, 27 Vertreterinnen und Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sowie 27 weitere Katholikinnen und Katholiken angehören.

Synodaler Weg (Symbolbild) / © Andreas Oertzen (KNA)
Synodaler Weg (Symbolbild) / © Andreas Oertzen ( KNA )
Quelle:
KNA