DOMRADIO.DE: Wie empfinden Sie die Stimmung hier auf dem Katholikentag?
Dr. Heiner Wilmer SCJ (designierter Bischof von Münster und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz): Der Katholikentag hier in Würzburg ist großartig. Es ist wunderbar, hier zu sein – und inzwischen scheint sogar die Sonne. Heute Morgen sagte mir jemand: "Die Eisheiligen sind vorbei." Und er hatte recht. Die Atmosphäre ist fantastisch, fast wie ein großes Familientreffen. Ich bin sehr dankbar für die vielen Menschen, die den Katholikentag organisieren und mit einer einzigartigen Gastfreundschaft gestalten.
DOMRADIO.DE: Gibt es für Sie ein persönliches Highlight?
Bischof Wilmer: Nicht nur eines – ich habe viele Highlights erlebt. Das beste Highlight für mich ist die Begegnung mit Menschen: bekannten Gesichtern wieder in die Augen zu schauen und neue Menschen kennenzulernen. Diese Begegnungen sind für mich das Wertvollste an solchen Tagen.
DOMRADIO.DE: Wir sammeln Fürbitten der Menschen und lassen sie symbolisch mit dem Weihrauch in unserem XXL-Weihrauchfass aufsteigen. Wenn ich Ihnen jetzt einen Wunschzettel geben würde – was würden Sie darauf schreiben?
Bischof Wilmer: Ich würde um Frieden bitten – für Europa, aber auch für Afrika, einen oft vergessenen Kontinent. Besonders denke ich an den Sudan, wo sich derzeit eine große humanitäre Katastrophe abspielt. Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich häufig auf andere Krisen, aber auch dort leiden viele Menschen. Und natürlich gibt es weltweit weitere Regionen, in denen Frieden dringend gebraucht wird.
DOMRADIO.DE: Gibt es noch etwas, das Sie unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben möchten?
Bischof Wilmer: Ich möchte DOMRADIO.DE und allen Mitarbeitenden herzlich danken für ihren großartigen Dienst in der Verkündigung und dafür, wie sie die Botschaft und Schönheit des Evangeliums verbreiten. Vielen Dank.
Das Interview führte Debora Flock.