Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz

Ordensmann aus Hildesheim

1961 im Emsland geboren und seit 2018 Bischof von Hildesheim: Heiner Wilmer ist der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz. Das wurde am Dienstag in Würzburg bekannt gegeben. Wer ist dieser Bischof und Ordensmann?

Bischof Heiner Wilmer / © Daniel Löb (dpa)
Bischof Heiner Wilmer / © Daniel Löb ( dpa )

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz. Die Bischöfe wählten den 64-Jährigen am Dienstag in Würzburg auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung zum Nachfolger von Georg Bätzing (64). Der Limburger Bischof hatte im Januar erklärt, nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.

Auch die Generalsekretärin der Bischofskonferenz, Beate Gilles, und Pressesprecher Dr. Matthias Kopp wurden im Amt bestätigt.

Das neue DBK-Dreigestirn: Gilles, Wilmer, Kopp / © Daniel Löb (dpa)
Das neue DBK-Dreigestirn: Gilles, Wilmer, Kopp / © Daniel Löb ( dpa )

Heiner Wilmer wurde am 9. April 1961 in Schapen im Emsland geboren und wuchs auf einem Bauernhof auf. Nach seinem Abitur 1980 am Leoninum in Handrup, einem Gymnasium in Trägerschaft der Herz-Jesu-Priester, trat er ins Noviziat des Ordens in Freiburg ein.

Von 1981 bis 1986 studierte er Theologie in Freiburg sowie Romanistik in Paris. 1987 weihte ihn der Freiburger Erzbischof Oskar Saier zum Priester. Im Anschluss ging er nach Rom an die Päpstliche Universität Gregoriana, um dort Französische Philosophie zu studieren.

Nach der Promotion in Theologie und einem weiteren Studium (Geschichte auf Lehramt) ging Wilmer 1997 für ein Jahr in die USA, um an einer Jesuiten-Highschool in der New Yorker Bronx Deutsch und Geschichte zu unterrichten. Nach seiner Rückkehr wurde er Schulleiter des ordenseigenen Gymnasiums im emsländischen Handrup.

Wilmer wurde 2007 Provinzial der deutschen Ordensprovinz der Herz-Jesu-Priester, seit 2015 stand er als Generaloberer in Rom an der Spitze des Ordens, der sich unter anderem in der Bildung und Erziehung engagiert und auch als Dehonianer-Orden bekannt ist. 2013 veröffentlichte er das Buch "Gott ist nicht nett" über seinen Glauben und seine Lebensentscheidung, Priester zu werden. Im März erschien von ihm "Hunger nach Freiheit" über die christlichen Wurzeln des Abendlands.

Am 6. April 2018 war seine Ernennung durch Papst Franziskus zum zukünftigen Bischof von Hildesheim bekanntgegeben worden. Bischofsweihe und Amtseinführung fanden am 1. September 2018 statt. 

Adiutores Gaudii Vestri: Wahlspruch von Bischof Wilmer (bihi)
Adiutores Gaudii Vestri: Wahlspruch von Bischof Wilmer / ( bihi )

Sein Wahlspruch lautet: ADIUTORES GAUDII VESTRI – Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Gehilfen zu Eurer Freude (2 Kor 1,24).

Wilmer ist darüber hinaus Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz. 

Kardinal Woelki gratuliert

Als einer der ersten Bischöfe gratulierte Wilmer der Kölner Erzbischof Rainer Kardinal Woelki: "Über die Wahl von Bischof Heiner Wilmer zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz freue ich mich und gratuliere ihm herzlich. Für diese Aufgabe wünsche ich ihm gutes Gelingen und Gottes Segen."

Deutsche Bischofskonferenz

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland. Sie leiten als Ortsbischöfe eines der 27 Bistümer oder unterstützen als Weihbischöfe. Insgesamt gehören ihr derzeit (Oktober 2025) 61 Mitglieder an.

Ebenfalls zur Konferenz gehören - auch wenn sie nicht Bischöfe sind - Diözesanadministratoren, die ein Bistum nach Rücktritt oder Tod eines Ortsbischofs übergangsweise verwalten.

Logo der Deutschen Bischofskonferenz auf einem Schild neben dem Eingang zum Sekretariat der DBK / © Julia Steinbrecht (KNA)
Logo der Deutschen Bischofskonferenz auf einem Schild neben dem Eingang zum Sekretariat der DBK / © Julia Steinbrecht ( KNA )
Quelle:
DR , KNA

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