Bischof Bätzing dankt emeritiertem Papst für Stellungnahme

Benedikt XVI. gebührt Respekt

Nachdem Vorwürfe aus dem Münchner Missbrauchsgutachten den emeritierten Papst Benedikt XVI. schwer belasteten, versprach dieser sich zu äußern. Das habe er nun getan, dafür zolle er ihm Respekt, twitterte Bischof Bätzing.

Papst em. Benedikt XVI. am Schreibtisch / © Osservatore Romano/Romano Siciliani (KNA)
Papst em. Benedikt XVI. am Schreibtisch / © Osservatore Romano/Romano Siciliani ( KNA )

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat die persönliche Stellungnahme des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und dessen Entschuldigung an die Missbrauchsopfer begrüßt. Benedikt habe zugesagt sich zu äußern und das nun eingelöst, twitterte der Bischofskonferenz-Vorsitzende am Dienstag. "Dafür bin ich dankbar und dafür gebührt ihm Respekt."

Vertuschungsvorwürfe abgewehrt

Zuvor hatte Benedikt XVI. persönlich zu den Vorwürfen aus dem Münchner Missbrauchsgutachten Stellung genommen und eine Mitschuld der kirchlichen Verantwortlichen eingeräumt. In einem zweieinhalbseitigen Brief äußerte er "tiefe Scham" und eine "aufrichtige Bitte um Entschuldigung gegenüber allen Opfern sexuellen Missbrauchs".

Gleichzeitig wehrt sich der frühere Papst gegen den Vorwurf, als Erzbischof von München (1977-1982) Missbrauchsfälle vertuscht zu haben. Auch habe er in seiner Einlassung zu dem Ende Januar veröffentlichten Gutachten der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) weder getäuscht noch gelogen.

Georg Bätzing

Georg Bätzing wurde am 13. April 1961 in Kirchen (Sieg) geboren und wuchs in Niederfischbach an der Sieg, der sogenannten Trierischen Insel im Westerwald (Kreis Altenkirchen), nicht weit von der Limburger Bistumsgrenze, auf. Er studierte Philosophie und Theologie an der Universität Trier und der Universität Freiburg.

Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann (KNA)
Bischof Georg Bätzing / © Bert Bostelmann ( KNA )
Quelle:
KNA
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