Betroffenenbeirat im Bistum Essen plant Gedenktag

Perspektive sichtbar machen

Der Betroffenenbeirat von sexualisierter Gewalt im Bistum Essen plant für den 18. November einen Gedenktag, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Vorgesehen sind Vorträge, Diskussionen sowie kulturelle Formate.

Essener Dom und Domplatz / © Andreas Oertzen (KNA)
Essener Dom und Domplatz / © Andreas Oertzen ( KNA )

Der Beirat der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Bistum Essen plant für den 18. November einen Gedenktag. Der Termin solle Betroffenen eine Stimme geben und die Öffentlichkeit für das Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren, teilte der Beirat anlässlich der Vorlage seines Jahresberichts 2025 mit.

Geplant sind unter anderem Vorträge und Podiumsdiskussionen mit Expertinnen und Experten sowie kulturelle und partizipative Formate wie Lesungen, Ausstellungen oder künstlerische Interventionen, die die Perspektiven Betroffener sichtbar machen sollen.

Für Donnerstag erwartet der Betroffenenbeirat des Ruhrbistums unter anderem die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, und die neue Kinderschutzbeauftragte des Landes NRW, Petra Ladenburger, zu einem Gespräch. Bei dem Treffen am Essener Dom seien auch Vertreter von Betroffenenbeiräten aus anderen NRW-Bistümern dabei.

Bistum Essen

Das Bistum Essen ist eines der jüngsten und kleinsten unter den 27 römisch-katholischen Bistümern in Deutschland. Auch in Nordrhein-Westfalen ist es mit 1.877 Quadratkilometern und knapp 680.000 Mitgliedern das kleinste Bistum.

Es wurde am 1. Januar 1958 aus Teilen der (Erz-)Bistümer Köln, Münster und Paderborn errichtet; damals zählte die Diözese noch rund 1,5 Millionen Mitglieder. Heute sind es 616.766 Mitglieder (Stand März 2026). 

Blick auf den Essener Dom / © frantic00 (shutterstock)
Quelle:
epd