In der katholischen Pfarrei Maria Namen können Besucher Heilige per Mobiltelefon "anrufen" und persönliche Bitten und Gedanken aufsprechen. Die Pfarrei in der Nähe der Wiener Stadthalle gilt seit Jahren als Ort zeitgenössischer Kunst mit religiösem Bezug.
Die Installation trägt den Titel "Anrufung II" und ist ab 17. Mai in der Kirche zu sehen. Die 14 Nothelfer sind eine Gruppe von Heiligen aus dem zweiten bis vierten Jahrhundert. Zu ihnen gehören etwa Barbara, Blasius, Christophorus, Georg und Katharina. Jahrhundertelang wurden sie in Krisen und Notsituationen etwa bei Krankheit, Angst oder Todesgefahronen angerufen.
14 Holzscheite
Im Zentrum der Arbeit stehen 14 rohe Holzscheite, die der Künstler mit einer alten Kettensäge zu archaisch wirkenden Figuren bearbeitet hat. "Ohne die Bearbeitung wäre es nur Holz – so wie eine Marienstatue auch nur ein Stück Holz ist, das erst durch Zuschreibung Bedeutung bekommt", sagte der Künstler laut der Wiener Nachrichtenagentur Kathpress.
Den Figuren sind jeweils Mobiltelefone mit Mailboxfunktion zugeordnet. Die hinterlassenen Nachrichten will Heuer nach eigenen Angaben nicht anhören. "Ich denke, dass es schon hilfreich sein kann, seinen Hilferuf nicht zu verschlucken, sondern nach außen zu tragen und auszusprechen", sagte er.