Berliner Erzbischof Koch verurteilt jüngste Anschläge

"Nicht zu tolerieren"

Brandanschlag, Morddrohung, Stromausfall: Erzbischof Heiner Koch verurteilt die Gewalt in Berlin und Brandenburg. Er stärkt dem Antisemitismusbeauftragten Büttner den Rücken und verurteilt den Anschlag auf die Stromversorgung.

Erzbischof Heiner Koch / © Nicolas Ottersbach (DR)
Erzbischof Heiner Koch / © Nicolas Ottersbach ( DR )

Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch hat die Angriffe gegen den Brandenburger Antisemitismus-Beauftragten, Andreas Büttner (Linke), verurteilt. "Wir stärken ihm den Rücken und unterstützen seine Arbeit, wo irgend möglich", erklärte Koch am Dienstagabend. 

Am Wochenende war ein Gebäude auf Büttners privatem Grundstück in Templin (Uckermark) in Brand gesetzt worden. Am Montag ging zudem im Landtag in Potsdam ein Brief mit einer Morddrohung und Beschimpfungen gegen Büttner ein.

"Lebensgefährliche Situation"

Überdies verurteilte der Erzbischof den linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung im Südwesten Berlins. "Aus mutmaßlich pseudo-politischen Motiven Menschen in eine lebensgefährliche Situation zu bringen, zumal bei der aktuellen Witterung, ist auch eine Form von Terror, die nicht zu tolerieren ist", so Koch. 

Laut dem Sender RBB soll im Laufe dieses Mittwochs die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt sein. Am Morgen waren noch knapp 19.900 Haushalte ohne Strom.

Quelle:
KNA