Bayerns Erzbischöfe Reinhard Marx (München und Freising) und Herwig Gössl (Bamberg) haben Katholiken dazu aufgerufen, sich an den Pfarrgemeinderatswahlen im Freistaat am 1. März zu beteiligen.
Die Wahlen seien ein konkreter Ausdruck von Mitverantwortung und kirchlicher Mitgestaltung, schreiben Marx und der Münchner Diözesanratsvorsitzende Armin Schalk laut Mitteilung des Erzbistums in einer gemeinsamen Erklärung.
Pfarrgemeinderäten komme eine entscheidende Bedeutung zu, so Marx und Schalk: "Sie stehen für eine Kirche, in der die Stimmen vieler gehört, ernstgenommen und in gemeinsame Entscheidungen eingebunden werden." Gerade in Zeiten großer Umbrüche brauche es Menschen, die bereit seien, die Gemeinden mitzugestalten.
Auch der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl betonte, Christsein bedeute nicht nur, die Kirche zu erleben, sondern auch, sie mitzugestalten. "Kirchliches Leben lebt von Beteiligung", schreibt Gössl in einem Aufruf im am Donnerstag veröffentlichten Amtsblatt des Erzbistums.
Wer seine Stimme abgebe, gebe den Räten Rückhalt und Vertrauen und verleihe ihrem Engagement Legitimation und Gewicht. Diese Gremien spielten eine "zentrale Rolle dabei, Gemeinschaft zu fördern, Glauben erfahrbar zu machen und die Sendung der Kirche konkret werden zu lassen".