Bätzing würdigt griechisch-orthodoxen Metropoliten

Die erste griechisch-orthodoxe Bischofsweihe in Deutschland

Bischof Bätzing hat das Wirken des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Deutschland und Exarchen von Zentraleuropa, Augoustinos, gewürdigt. Anlass war dessen Goldenes Bischofsjubiläum am Samstag.

Bischofsweihe von Augoustinos Lambardakis (2.v.l.) zum Vikarbischof der Metropolie von Deutschland am 26. März 1972 in Frankfurt. / © KNA-Bild (KNA)
Bischofsweihe von Augoustinos Lambardakis (2.v.l.) zum Vikarbischof der Metropolie von Deutschland am 26. März 1972 in Frankfurt. / © KNA-Bild ( KNA )

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, hat das Wirken des griechisch-orthodoxen Metropoliten von Deutschland und Exarchen von Zentraleuropa, Augoustinos, gewürdigt. Anlass war dessen Goldenes Bischofsjubiläum am Samstag. Der Weihetag am 26. März 1972 sei die erste griechisch-orthodoxe Bischofsweihe überhaupt in Deutschland gewesen, betonte Bätzing.

Orthodoxe Kirche

Als orthodoxe Kirche wird die aus dem byzantinischen (Oströmischen) Reich hervorgegangene Kirchenfamilie bezeichnet. Sie besteht je nach Standpunkt aus 14 beziehungsweise 15 selbstständigen ("autokephalen") Landeskirchen. "Orthodox" ist griechisch und bedeutet "rechtgläubig". Trotz großer nationaler Unterschiede versteht sich die Orthodoxie in Bekenntnis und Liturgie als eine einzige Kirche. Ehrenoberhaupt ist der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I..

Christlich-orthodoxes Holzkreuz und Kirche in der Nähe von Kharkiv in der Ukraine / © aquatarkus (shutterstock)
Christlich-orthodoxes Holzkreuz und Kirche in der Nähe von Kharkiv in der Ukraine / © aquatarkus ( shutterstock )

"Zunächst als Vikarbischof der Metropolie und seit 1980 als ihr Vorsteher haben Sie sich beherzt und unbeirrbar dafür eingesetzt, dass die Orthodoxie in Deutschland heimisch wird und eine gute Vernetzung und geschwisterliche Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften entsteht", so der Limburger Bischof in einem Glückwunschbrief.

Integration habe der Metropolit nie als "Einbahnstraße" betrachtet, sie setze vielmehr ein "Geben und Nehmen" voraus. "Nur so kann auch die Ökumene voranschreiten und in einem Austausch der Gaben zu einer wechselseitigen Bereicherung werden", schreibt Bätzing.

Berührt und belastet auch die innerorthodoxen Beziehungen

Der 50. Jahrestag der Bischofsweihe falle in unruhige Zeiten mit der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine mit seinen zahlreichen Opfern. "Niemand hierzulande wird sich der erschütternden Bilder aus der Ukraine, die uns tagtäglich in den Medien vor Augen geführt werden, entziehen können. Dieser Krieg berührt und belastet auch die innerorthodoxen und die ökumenischen Beziehungen", so Bätzing.

Umso dankbarer sei er, dass der Metropolit für die Deutsche Bischofskonferenz seit vielen Jahren ein "kluger und besonnener Garant eines offenen und vertrauensvollen ökumenischen Miteinanders" sei. Bätzing wünschte ihm viele weitere Jahre "in guter Gesundheit und kraftvollem Wirken zum Wohle der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland und der Orthodoxen Bischofskonferenz".

Quelle:
KNA