Verdienstmedaille für Mainzer "Obermessdiener" Andreas Schmitt

Auszeichnung für Büttenredner

Andreas Schmitt, im Mainzer Karneval der "Obermessdiener", erhält für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Im Jahr 2020 hatte er mit einer Büttenrede bundesweit Aufmerksamkeit erhalten.

Andreas Schmitt, Sitzungspräsident und Obermessdiener bei "Mainz bleibt Mainz" / © Andreas Arnold (dpa)
Andreas Schmitt, Sitzungspräsident und Obermessdiener bei "Mainz bleibt Mainz" / © Andreas Arnold ( dpa )

"Mit ihrem Mut, für unsere Demokratie einzustehen, sind Sie ein Vorbild für Viele. Es braucht Menschen wie sie, die sich entschlossen für die Verteidigung demokratischer Werte einsetzen", sagte die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) laut Mitteilung des Bistums Mainz bei der Verleihung der Auszeichnung am Donnerstag.

"Obermessdiener" und Sitzungspräsident bei "Mainz bleibt Mainz"

Schmitt tritt seit Jahren als "Obermessdiener" und ist Sitzungspräsident der Sendung "Mainz bleibt Mainz". 2020 hatte er nach dem rechtsextremen Terroranschlag von Hanau als "Obermessdiener" mit einer "Wutpredigt gegen Rechts" bundesweit Aufmerksamkeit erhalten. Ahnen sprach von einer "wuchtigen und wortgewaltigen Büttenrede" gegen rechtsextremen Terror. Die Rede habe ihn auch zur Zielscheibe für Beleidigungen und Bedrohungen gemacht. Weiter würdigte Ahnen Schmitts Einsatz als Kommunalpolitiker, der sich für ein weltoffenes und soziales Miteinander engagiere.

Quelle:
KNA