Auch päpstliche Universitäten geschlossen

Auswirkungen der Corona-Krise

Nach der Entscheidung der italienischen Regierung, wegen der Corona-Krise bis Mitte März alle Schulen und Universitäten des Landes zu schließen, bleiben ab diesem Donnerstag auch die päpstlichen Hochschulen in Rom geschlossen.

Lateranuniversität / © Cristian Gennari (KNA)
Lateranuniversität / © Cristian Gennari ( KNA )

Allerdings können Dozenten weiterhin im Gebäude arbeiten und Studenten einzeln empfangen, heißt es auf der Website der Universität Gregoriana. Zudem werden sie aufgefordert, Unterrichtsmaterial online anzubieten. Auch andere Päpstliche Hochschulen wie die Lateran-Univesität und Santa Croce sind seit Donnerstag vorerst bis zum 15. März geschlossen.

Die Entscheidung hatte sich am Mittwochnachmittag abgezeichnet, nachdem das Kabinett in Rom die Maßnahme angekündigt hatte.

Bildungsministerin Lucia Azzolina wollte aber zunächst ein Sachverständigengutachten abwarten. Im Norden Italiens, etwa der Lombardei, sind Schulen und Universitäten schon länger geschlossen.

Besucherzahlen im Vatikan deutlich zurückgegangen

Bereits in den vergangenen Tagen hatten Hochschulen und Vatikaneinrichtungen vor allem Veranstaltungen mit internationaler Beteiligung abgesagt oder verschoben. In der Regel haben bisher sämtliche kirchliche Einrichtungen in Italien darauf verwiesen, sich an Informationen und Anordnungen der Behörden zu halten.

An vielen Ort in Rom, etwa im Petersdom und in den Vatikanischen Museen, sind die Besucherzahlen zuletzt deutlich zurückgegangen. Die Eröffnung einer großen Ausstellung zum 500. Todestag des Künstlers Raffael an diesem Donnerstag im Quirinalspalast soll indes stattfinden.

Quelle:
KNA