Augsburger Diözesanmuseum lässt Nutzer über Bilder mitentscheiden

Wahl per Social Media

Das Augsburger Diözesanmuseum St. Afra bindet sein Publikum online ein. Welche Werke demnächst gezeigt werden, entscheiden Nutzer in den Sozialen Medien. Doch welche Bilder es am Ende sind, wissen sie zunächst nicht.

Blick auf den Augsburger Dom / © Christopher Beschnitt (KNA)
Blick auf den Augsburger Dom / © Christopher Beschnitt ( KNA )

Welche Bilder im Frühjahr im Augsburger Diözesanmuseum St. Afra zu sehen sind, kann das Publikum demnächst über die Social-Media-Kanäle des Hauses mitentscheiden. Das teilte das Bistum am Freitag in Augsburg mit. Dafür werden zwischen dem 26. Januar und dem 2. Februar zwölf provokante Überschriften, die an Schlagzeilen aus der Boulevardpresse erinnern, zur Abstimmung in den sozialen Netzwerken präsentiert, wie es hieß. Die User wissen demnach aber nicht, welches Bild aus dem Bestand des Museums sich hinter welcher Überschrift verbirgt. Die Aktion steht laut Ankündigung unter dem Motto "Wähl die Headline - Wir die Bilder."

Die Werke mit den meisten Stimmen würden dann ab dem 9. Februar bis 23. März immer montags im Museum aufgehängt und mit einem Text zur Erklärung versehen. In der letzten Woche komme ein Bild hinzu, das das Team des Museums ausgewählt habe. Alle Bilder blieben bis 29. März hängen. Mit der Initiative will das Haus laut Angaben dazu einladen, Kunstwerke neu und unkonventionell zu entdecken. "Die Aktion verbindet digitale Beteiligung mit dem analogen Museumserlebnis und schafft so einen niederschwelligen wie reflektierten Zugang zur Sammlung", sagte Museumsleiterin Melanie Thierbach.

Bistum Augsburg

Das Bistum Augsburg zählt mit gut 1,1 Millionen Katholikinnen und Katholiken zu den großen deutschen Diözesen. Gemessen an Mitgliederzahl und Finanzkraft ist es das zweitgrößte in Bayern. Es umfasst rund 13.700 Quadratkilometer und erstreckt sich von Neu-Ulm bis zum Starnberger See und vom Donau-Ries bis zu den Allgäuer Alpen. Die rund 1.000 Pfarreien werden seit 2012 und noch bis 2025 zu rund 200 Pfarreiengemeinschaften zusammengeführt.

Augsburger Dom / © Tatsuo Nakamura (shutterstock)
Quelle:
KNA