Anglikaner bekräftigen Zustimmung zu Rechtfertigungs-Konsens

Zustimmung zu zentralen Aspekten

Der Primas der Anglikanischen Kirche, Justin Welby, will anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation die Zustimmung der anglikanischen Kirche zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre (GER) bekräftigen. Die Erklärung gilt seit 1999.

 Erzbischof Justin Welby (dpa)
Erzbischof Justin Welby / ( dpa )

Bei einem Gottesdienst am Reformationstag (31.10.) in Westminster Abbey werde er eine entsprechende Resolution des Anglican Consultative Council (ACC) vom April 2016 offiziell an Vertreter der katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbunds (LWB) überreichen, kündigte die Kirche von England an.

Der Anglikanische Konsultativrat hatte in dem Beschluss den Inhalt der GER "begrüßt und bestätigt". Zustimmend erwähnte er auch den "Helsinki-Bericht" über ein gemeinsames Verständnis von Anglikanern und Lutheranern von Gottes rechtfertigender Gnade und die 1986 von der Internationalen Anglikanisch-Katholischen Kommission (ARCIC) vorgelegte Erklärung "Erlösung und die Kirche".

Zentrale Einigkeiten

Im vergangenen Juli war auch die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK), die weltweit rund 80 Millionen Christen repräsentiert, der GER beigetreten. Bereits 2006 hatte sich die methodistische Kirche angeschlossen.

Die GER wird damit immer stärker zu einem Basisdokument für Katholiken und die aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen.

Der Direktor für Einheit, Glauben und Kirchenverfassung bei der Anglikanischen Kirchengemeinschaft, Canon John Gibauts, betonte, die Anglikaner hätten im Dialog mit der katholischen Kirche und dem LWB die Fragen der Rechtfertigungslehre erörtert und stimmten den zentralen Aspekten zu. Die GER habe die Einheit der Kirche entscheidend vorangebracht.

Quelle:
KNA