Benedikt XVI. würdigt Metropolit Damaskinos zum zehnten Todestag

Andauernde Trauer um Ökumene-Pionier

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat den vor zehn Jahren gestorbenen Ökumene-Pionier Metropolit Damaskinos Papandreou als guten Freund gewürdigt. Die beiden hatten sich 1959 an der Universität kennengelernt.

Papst em. Benedikt XVI. (Archiv) / © Osservatore Romano/Romano Siciliani (KNA)
Papst em. Benedikt XVI. (Archiv) / © Osservatore Romano/Romano Siciliani ( KNA )

In einem am Wochenende veröffentlichten Telegramm schrieb der 94-Jährige emeritierte Papst, dass er weiter über den "zu frühen" Tod des orthodoxen Geistlichen trauere. "Aber die Frucht einer lebendigen inneren Beziehung zur Orthodoxie ist geblieben und wächst weiter in der Freundschaft, die mich immer mehr mit dem Ökumenischen Patriarchen verbindet." Das Schreiben wurde anlässlich des zehnten Todestages bei einem Symposium an der Katholischen Fakultät der Universität Freiburg verlesen.

Kardinal Koch: "Verwunderungen, die uns einander entfremden"

Metropolit Damaskinos starb am 5. November 2011 im Alter von 75 Jahren. Er war 1969 vom damaligen Ökumenischen Patriarchen Athenagoras I. zum Leiter des Orthodoxen Zentrums in Chambesy (Schweiz) ernannt worden, 1970 wurde er Bischof. Von 1982 bis 2003 war er Metropolit der Schweiz. Sein Lebenswerk ist geprägt vom vielfältigen Einsatz für die Einheit der Kirchen. Joseph Ratzinger, den späteren Papst, lernte er 1959 während des Studiums an der Universität Bonn kennen.

Der Ökumene-Verantwortliche des Vatikan, Kardinal Kurt Koch, ging in einer Videobotschaft auf die lange freundschaftliche Verbundenheit der beiden Männer ein. Dies habe zu der Überzeugung geführt, dass zwischen orthodoxer und katholischer Kirche "viel weniger Lehrfragen stehen als Verwundungen des Gedächtnisses, die uns einander entfremden".

Der Ökumene-Beauftragte des Vatikans, Kurt Kardinal Koch / ©  Angelika Warmuth (dpa)
Der Ökumene-Beauftragte des Vatikans, Kurt Kardinal Koch / © Angelika Warmuth ( dpa )
Quelle:
KNA