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Papstreise: Misereor hat hohe Erwartungen

Der Hauptgeschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Pirmin Spiegel, hat hohe Erwartungen an den Papstbesuch in Kolumbien. Die Reise von Papst Franziskus werde ein Erfolg sein, wenn er es schaffe, in die polarisierte Stimmung zwischen Befürwortern und Gegnern des Friedensprozesses Bewegung zu bringen, sagte Spiegel, der den Papst bis Sonntag auf seiner Reise begleitet, im SWR-Hörfunk. Spiegel lobte den Friedensvertrag: 7.000 Männer und Frauen hätten inzwischen ihre Waffen abgelegt. Das sei ein großer Erfolg, weil das Morden damit weniger werde, unterstrich der Misereor-Hauptgeschäftsführer. Ein Vorerfolg des Papstbesuches scheine der geplante Waffenstillstand mit der kleineren ELN-Guerilla ab dem 1. Oktober zu sein. Die Welt schaue auf Kolumbien durch den Papstbesuch, und die UN und die Kirche seien Garantiemächte für diesen Waffenstillstand, sagte Spiegel. Papst Franziskus reist heute Abend nach Kolumbien. Im Mittelpunkt steht der Versöhnungsprozess in dem südamerikanischen Land nach Jahrzehnten eines blutigen Konflikts mit der FARC-Guerilla.

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