Domkapitular Hans-Josef Radermacher betont in seiner Predigt in der Kapitelsmesse am Gedenktag "Unsere Liebe Frau in Lourdes" und dem Welttag der Kranken, Lourdes sei nicht nur Erinnerung an 1858, sondern Einladung für heute.
Maria sei nicht im Palast erschienen, sondern "an einem Ort, den man damals als Müllkippe hielt“ – bei der armen, kranken Bernadette. Daran zeige sich: Gott suche den Menschen in seiner Schwäche und mache das Unscheinbare groß. Das Wasser von Lourdes stehe für Vertrauen; aus Schlamm sei durch Gehorsam eine Quelle geworden. So fließe auch durch die Taufe in jedem eine Quelle des Lebens. Am Welttag der Kranken gehe es weniger um spektakuläre Wunder als um das größte Wunder: die Verwandlung des Herzens und die Gewissheit, nicht allein zu sein.