Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp bei der Aussendungsfeier

Predigten: Diözesanjugendseelsorger Tobias Schwaderlapp bei der Aussendungsfeier (01.05.2021)

Diözesanseelsorger Tobias Schwaderlapp sprach in seiner Predigt über Tiefpunkte und Sternstunden der Gotteserfahrung, "einer Wirklichkeit, die nur manchmal ins Licht kommt".  In der Heiligen Schrift offenbare sich Gott durch Menschen. Er spreche "durch Menschen zu uns Menschen". Der Auftrag der christlichen Gemeinschaft sei zu verkünden, dass die Wirklichkeit Gottes da sei und dass es eine Hoffnung auf Frieden und Versöhnung gebe. Dies gelinge jedoch zurzeit nicht gut, räumt der Diözesanseelsorger mit Blick auf die gegenwärtige Krise der Kirche ein. "Dem Zeugnis, das müssen wir nüchtern anerkennen, werden wir im Moment nicht gerecht". Es gebe eine Zerrissenheit in der Gesellschaft und der Kirche, die schwer zu ertragen sei. Doch es habe immer Auseinandersetzungen in der Kirche gegeben. Und irgendwann müsse man sich "wieder zusammenraufen und als Gemeinschaft neu strahlen lernen". Denn der Anspruch, den die Heilige Schrift überliefere sei: nicht weniger als: Seht, wie sie einander lieben. Das habe die "heidnische Welt" an den frühen Christen fasziniert und dahin sollten wir wieder zurückfinden, so Schwaderlapp, der abschließend Augustinus zitiert: In den notwendigen Dingen brauche es Einheit, in Zweifeln Freiheit, aber in allem Liebe. Nur so könne man miteinander umgehen, daran müsse man arbeiten. Denn: "Unsere Berufung ist Zeugnis". 

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